Kindergeld: Männer erfüllen gerade das Soll

13. Mai 2015, 10:25
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Grüne wollen Anteil für Väter ausweiten

Wien - Männer nehmen nicht viel mehr Kindergeld-Zeit in Anspruch, als notwendig ist, um den vollen Bezug ausschöpfen zu können. Das geht aus der Beantwortung einer Anfrage der Grünen an Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) hervor. Familiensprecherin Daniela Musiol fordert nun, den für Väter reservierten Anteil auszuweiten, um die Beteiligung zu erhöhen.

Die Anfragebeantwortung zeigt für Musiol, dass sich Männer sehr stark an dem Muster orientieren, das durch die Benennung der Kindergeld-Variante in der Öffentlichkeit - zum Beispiel 12+2 Monate - etabliert ist. Denn obwohl die zwei Monate nur eine vorgesehene Mindestdauer sind, nehme der Durchschnitt der Männer in der einkommensabhängigen Variante nur 2,8 Monate in Anspruch.

Anstehende Reform

In den anderen Varianten (Stand Februar) sieht es in der Relation ähnlich aus: Im Modell 30+6 nahmen Väter durchschnittlich 7,5 Monate, bei der Variante 20+4 fünf, beim Modell 15+3 waren es 4,4 Monate und bei der Pauschalvariante 12+2 im Schnitt 3,7 Monate.

Bei der anstehenden Reform des Kindergelds müsse darauf geachtet werden, dass der Väteranteil weiter gesteigert wird, betonte Musiol. Der Anteil, der aktuell für Väter reserviert ist, solle ausgeweitet werden. Außerdem forderte Musiol die Einführung eines automatisierten bezahlten Papamonats in der Privatwirtschaft - denn der Papamonat sei ein guter Einstieg, um Vätern die Beteiligung zu Hause schmackhaft zu machen. (APA, 13.5.2015)

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