Griechische Bürgermeister verweigern Staat Finanzhilfe

13. Mai 2015, 09:50
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Nur zwei von 325 Bürgermeistern sollen der Regierung wie gefordert überschüssiges Geld zur Verfügung stellen

Athen – In Griechenland haben hunderte Bürgermeister dem vor der Pleite stehenden Staat ihre Unterstützung verweigert. Lediglich zwei der 325 Bürgermeister hätten der Regierung wie gefordert überschüssiges Geld zur Verfügung gestellt, sagte der Chef der Gewerkschaft der Stadtverwaltungen (KEDE), Giorgos Patoulis, am Dienstag. Sie befürchteten, die Mittel nicht wieder zurückzubekommen, erläuterte er. Bislang hat Griechenland auf verschiedenen staatlichen Ebenen rund 600 Millionen Euro zur Finanzierung der laufenden Verpflichtungen eingetrieben. Die Regierung hatte jedoch auf 2,5 Milliarden Euro gehofft.

Griechenland braucht dringend weitere Hilfe des Internationalen Währungsfonds und seiner Europartner. Das Land hat seit August keine Zahlungen mehr erhalten. "Wenn sich Griechenland mit seinen Geldgebern einigen kann, braucht es das Geld der Städte nicht. Und wenn es sich nicht einigt, dann glaube ich kaum, dass mit 300 Millionen Euro das Land gerettet werden kann", sagte Patoulis. Er forderte ein Eingeständnis der Regierung: "Nur wenn sie uns sagt, wir brauchen das Geld, um Gehälter und Pensionen zu zahlen, ansonsten sind wir pleite, sind wir bereit, etwas zu geben." Der Bürgermeister der westlichen Küstenstadt Amfilochia, Apostolos Kimisis, nannte das Dekret der Regierung töricht. "Kleinere Gemeinden gehen daran kaputt." (APA, 13.5.2015)

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