Schweres Erdbeben vor Nordostküste Japans

13. Mai 2015, 08:14
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Behörden warnen vor erhöhter Erdrutschgefahr. Noch keine Schäden bekannt

Tokio – Vor der Nordostküste Japans hat sich Mittwoch früh ein schweres Erdbeben ereignet. Das Beben habe eine Stärke von 6,8 gehabt, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Es habe sich im Pazifik vor der Insel Honshu in einer Tiefe von 38,9 Kilometern ereignet.

Die japanische Meteorologiebehörde gab zunächst keine Tsunami-Warnung heraus. Auch Schäden wurden nicht gemeldet. Die Bewohner der betroffenen Region sollten aber wachsam sein, weil es ein erhöhtes Risiko für Erdrutsche gebe, hieß es.

Letztes Erdbeben der Rehion 2011

Das Erdbeben ereignete sich den Angaben zufolge 33 Kilometer südöstlich der Stadt Ofunato. In der Region war es im März 2011 zu einem schweren Erdbeben gekommen, das einen Tsunami zur Folge hatte. Mehr als 18.000 Menschen starben. Außerdem verursachte die Naturkatastrophe die Havarie des Atomkraftwerks Fukushima.

Die Meteorologiebehörde geht nach eigenen Angaben davon aus, "dass das neueste Erdbeben ein Nachbeben" des Bebens von 2011 war. In der kommenden Woche sei ein weiteres schweres Erdbeben möglich, das einen Tsunami auslösen könnte, sagte Behördenvertreter Yohei Hasegawa bei einer Pressekonferenz.

Die japanischen Atomkraftwerke wurden durch das Beben vom Mittwoch nicht beschädigt. Der Zugverkehr in der Region wurde vorübergehend ausgesetzt. (APA, 13.5.2015)

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