EZB erhöht Nothilfen für griechische Banken

12. Mai 2015, 19:08
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Obergrenze um 1,1 Milliarden Euro auf nun 80 Milliarden Euro erhöht

Athen/Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt Insidern zufolge die griechischen Banken weiter am Geldtropf. Die Obergrenze für Liquiditätshilfen der Athener Notenbank für Hellas-Geldhäuser sei um 1,1 Milliarden auf inzwischen 80 Milliarden Euro erhöht worden, erfuhr Reuters am Dienstag von Insidern aus der Bankenbranche.

Zu Wochenbeginn hatten die Euro-Finanzminister Fortschritte bei den zähen Gesprächen im Schuldenstreit mit Athen festgestellt. Die Banken des von der Pleite bedrohten Mittelmeerlandes sind inzwischen stark auf die Liquiditätsspritzen - im Fachjargon "ELA" genannt - der Athener Notenbank angewiesen. Denn die Institute sind von der direkten Geldversorgung über die EZB weitgehend abgeschnitten, da diese seit einiger Zeit bonitätsschwache griechische Anleihen nicht mehr als Sicherheiten für frisches Geld annimmt.

Die europäischen Währungshüter entscheiden mittlerweile wöchentlich über die Aufstockung der ELA-Hilfen. Mit der Erhöhung in Einzelschritten hält EZB-Präsident Mario Draghi den Druck auf Athen aufrecht, mit den internationalen Kreditgebern eine Lösung im Schuldenstreit zu finden. (APA/Reuters, 12.5.2015))

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