Gefangen im schwarzen Loch

Rezension11. Mai 2015, 10:08
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In "Mama & das schwarze Loch" muss Adele das Leben mit ihrer Tochter Lotti im Alleingang schupften

Papa ist schon lange nicht mehr da, nur ein Bild von ihm ist geblieben. Auch das gesamte Geld soll er mitgenommen haben. Kein guter Mann! Adele schupft das Leben mit ihrer Tochter Lotti im Alleingang. Sie arbeitet für eine Werbeagentur, kümmert sich um den Haushalt und lernt mit ihrer Tochter. Abends ist sie "oft so müde, dass sie bereits eingeschlafen ist, bevor die Nachrichten im Fernsehen zu Ende sind. So läuft es jeden Tag", heißt es im Kinderbuch von Leonora Leitl, welches sich dem Leben einer Alleinerzieherin widmet. Und einem schwierigen Kapitel: Burnout nämlich.

Ein Feuerschlucker weiß Rat

In Mama & das schwarze Loch (für Kinder ab fünf) beginnt Adele zu brennen und verschwindet in einem Loch. Die Oma rückt mit Heilmitteln an, aber es hilft nichts. Erst ein Feuerschlucker weiß Rat: "Jeder Mensch trägt ein Licht in sich - wie eine Glühbirne. Auch deine Mama, Lotti. Doch sie ist ausgebrannt", sagt er der Tochter. Leitl erzählt ihre Geschichte vorsichtig mit eindringlichen Bildern und zeigt, was Überlastung bedeutet und wo sie hinführen kann. Ein Buch, das für Verständnis wirbt. (Peter Mayr, 11.5.2015)

  • Leonora Leitl, "Mama & das schwarze Loch". € 14,95 / 26 S. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2015
    foto: tyrolia

    Leonora Leitl, "Mama & das schwarze Loch". € 14,95 / 26 S. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2015

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