Saudi-König sagt Teilnahme an USA-Golfstaaten-Treffen ab

11. Mai 2015, 06:14
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Wegen des Jemen-Konflikts

Riad - Der saudische König Salman verzichtet wegen des Jemen-Konflikts auf eine Teilnahme am Treffen der USA mit den Ländern des Golfkooperationsrates (GCC). Der Außenminister des Landes, Adel al-Jbair, verwies am Sonntag bei der Absage auf die ab Dienstag geplante fünftägige Waffenruhe.

Ein von Saudi-Arabien geführtes Bündnis greift im Jemen seit Ende März schiitische Houthi-Rebellen und ihre Verbündeten an. Die Houthis kämpfen gegen Armeeverbände und Milizen, die loyal zu dem nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi stehen. Die Rebellen hatten am Sonntag der von Saudi-Arabien angebotenen Waffenruhe zugestimmt. Die Feuerpause soll vor allem dazu dienen, Hilfslieferungen für die unter Krieg und Bombardierungen leidende Zivilbevölkerung auf den Weg zu bringen.

Treffen in Camp David

Das USA-GCC-Treffen ist am Donnerstag in Camp David geplant. Bereits am Mittwoch empfängt US-Präsident Barack Obama die Staats- und Regierungschefs in Washington. Statt Salman soll Kronprinz und Innenminister Mohammed bin Naif die saudische Delegation anführen. Vorgesehen war in den USA auch ein bilaterales Treffen von Obama mit Salman. Die Regierung in Washington hatte zuletzt auf ein baldiges Ende der Luftangriffe im Jemen gedrängt.

Bei den Beratungen in den USA soll es um eine verstärkte Zusammenarbeit beim Thema Sicherheit gehen. Zum GCC gehören Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Oman, Katar und Bahrain. Einige der vorwiegend sunnitischen Nachbarn des schiitischen Iran hatten zuletzt mit Sorge auf das geplante Atomabkommen mit der Islamischen Republik geblickt. Sie fürchten ein Erstarken des Iran. (APA, 11.5.2015)

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