Zahl der Erdbebenopfer in Nepal auf über 8.000 gestiegen

10. Mai 2015, 10:31
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Suche nach Beben-Opfern nach Erdrutschen abgebrochen

Kathmandu - Die Zahl der Opfer des verheerenden Erdbebens vor zwei Wochen in Nepal ist auf mehr als 8.000 gestiegen. Die Behörden registrierten bis Sonntag 8.019 Todesopfer - darunter 68 Ausländer - und mehr als 17.000 Verletzte.

Immer noch haben Angaben über Tote und Verletzte aus sehr entlegenen Orten die Behörden nicht erreicht. Letztere befürchten deshalb, dass die Opfer-Zahlen weiter steigen könnten. Das Beben am 25. April hatte eine Stärke von 7,8.

Der nepalesische Regierungschef Sushil Koirala versprach am Wochenende im Parlament "Hilfe für alle". "Niemand wird obdachlos bleiben", sagte er. In vielen Orten müssen die Menschen aber nach wie vor unter freiem Himmel übernachten, weil ihre Häuser zerstört wurden und sie noch keine Zelte bekommen haben. Die Landschaft ist gebirgig. Viele Ortschaften sind nur über tagelange Fußmärsche zu erreichen. Nepal hat 30 Millionen Einwohner.

Lawinen

Anhaltende Lawinen und schlechtes Wetter haben die Rettungskräfte zum vorübergehenden Abbruch ihrer Suche nach Opfern im verschütteten Trekking-Dorf Langtang gezwungen. "Das Gebiet wird ständig von neuen Erdrutschen heimgesucht", sagte ein Vertreter der Lokalbehörden am Sonntag.

Die Helfer hätten sich vorerst in sichere Gegenden zurückgezogen. Die Suche werde fortgesetzt, sobald sich das Wetter bessere und die täglichen Lawinen aufhörten.

Die Lage in Langtang ist symptomatisch für die Probleme, auf die Bergungskräfte stoßen. Viele Erdbeben-Gebiete sind nur äußerst schwierig zu erreichen. In zahlreiche Dörfer konnten die Suchtrupps nach Angaben von Hilfsorganisationen noch gar nicht vordringen. Seit dem Erdbeben am 25. April haben die Behörden 7.913 Todesopfer gezählt. Mehr als 17.800 Menschen wurden verletzt. In Langtang - 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kathmandu gelegen - wurden bisher 120 Leichen geborgen, darunter auch Ausländer. Unklar ist, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Bebens in dem bei Bergsteigern beliebten Trekking-Dorf aufhielten. Bewohner schätzen, dass noch bis zu 180 Opfer unter den Schneemassen begraben sein könnten. (APA/Reuters, 10.5.2015)

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