Heimische Butter weitgehend gentechnikfrei

9. Mai 2015, 18:23
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Greenpeace hat die gängigsten im heimischen Lebensmittelhandel erhältlichen Buttermarken unter die Lupe genommen

Wien - Die Butter in heimischen Supermarktregalen ist überwiegend aus gentechnikfreier Produktion - eine gute Nachricht, die für die Konsumenten allerdings nicht immer ersichtlich ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die die gängigsten im Lebensmittelhandel erhältlichen Buttermarken unter die Lupe genommen hat.

Bis auf eine Ausnahme konnten alle österreichischen Produkte in punkto Gentechnikfreiheit mit "grün" bewertet werden. Kritik übt die Umweltschutzorganisation jedoch an der Produktkennzeichnung. "Sowohl die genaue Herkunft der Rohstoffe als auch Informationen zu Gentechnik müssen Standard auf der Verpackung sein. Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht darauf, auf den ersten Blick zu sehen, was genau sie sich aufs Brot schmieren", appellierte Nunu Kaller, Konsumentensprecherin von Greenpeace Österreich, an die Hersteller.

48 in österreichischen Supermärkten gekaufte Butterprodukte hatte sich das Marktcheck-Team von Greenpeace in den vergangenen Wochen genau angesehen. Von den 41 heimischen Produkten erwiesen sich mit einer Ausnahme alle Produkte als gentechnikfrei hergestellt. Für die "NÖM Fasten Halbfettbutter" wurde nach Angaben des Herstellers wegen eines Milchengpasses Ende 2014 Rahm aus Deutschland zugekauft. Die ausländischen Produkte bestanden - abgesehen von der Marke "Landliebe" - den Check in punkto Gentechnikfreiheit nicht.

"Wir empfehlen beim Butterkauf zu österreichischen Bioprodukten zu greifen und auf das grün-weiße Siegel 'Ohne Gentechnik hergestellt' zu achten. Denn dieses stellt sicher, dass bei der Herstellung garantiert keine Gentechnik zum Einsatz gekommen ist", erklärte Kaller am Samstag in einer Presseaussendung. Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel schreibe demgegenüber keine verpflichtende gentechnikfreie Fütterung vor. Von den Herstellern forderte die Greenpeace-Sprecherin mehr Transparenz und bessere Kennzeichnung: "Trotz der grundsätzlich guten Bewertung österreichischer Butterprodukte ist leider noch lange nicht alles in Butter. Einige Hersteller haben aufzuholen und müssen sich künftig bemühen, Herkunft und Inhaltsstoffe genau auszuweisen, um auch als gentechnikfrei und empfehlenswert erkannt zu werden." (APA, 9.5.2015)

  • Hier handelt es sich zugegebener Maßen nicht um heimische Butter. Nicht einmal die Semmerl sind Österreicherinnen.
    foto: ap /mead

    Hier handelt es sich zugegebener Maßen nicht um heimische Butter. Nicht einmal die Semmerl sind Österreicherinnen.

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