Deutscher Post steht Streik ins Haus

9. Mai 2015, 14:27
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Die Verhandlungen zur Arbeitszeit wurden laut Gewerkschaft abgebrochen

Düsseldorf - Der Deutschen Post steht im Tarifkonflikt um kürzere Arbeitszeiten mit der Gewerkschaft Verdi ein Arbeitskampf ins Haus. Die Verhandlungen zur Arbeitszeit seien am Samstag in Berlin abgebrochen worden, teilte die Gewerkschaft mit. Verdi kündigte für die kommende Woche "bundesweite Streikmaßnahmen" an. Wann und wo gestreikt werde, werde kurzfristig bekanntgegeben. Den Bundesbürgern drohen damit leere Briefkästen.

"Die Deutsche Post AG lehnt es ab, zu einer Einigung im Gesamtpaket zu kommen", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. "Die Zeichen stehen jetzt auf Sturm."

Verdi fordert für die 140.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns neben kürzeren Arbeitszeiten auch deutlich mehr Geld. Die Löhne sollen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten um 5,5 Prozent angehoben werden. Verdi verlangt zudem eine Verkürzung der Wochen-Arbeitszeit auf 36 von 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die nun abgebrochenen Verhandlungen zur Arbeitszeit dauern bereits seit Monaten erfolglos an. Verdi hatte schon mit Warnstreiks Druck auf den Konzern gemacht. (APA, 9.5.2015)

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