Wenn ein Robo-Shopper Ecstasy bestellt

9. Mai 2015, 12:47
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Eine Expedition ins dunkle Netz abseits von Google

Vor zwei Jahren versandte die Mediengruppe Bitnik an Wikileaks-Gründer Julian Assange ein mit einer Kamera versehenes Paket, das die Zustellung live übertrug. Ein Postversand als Online-Ereignis. Nun hat das Künstlerkollektiv eine Expedition ins dunkle Netz abseits von Google gestartet.

Dazu programmierte man den "Random Darknet Shopper", einen Bot, also ein Programm, das automatisiert Aufgaben erledigt. Ausgestattet mit einem Budget, erwarb der Bot am Internet-Schwarzmarkt eine Kreditkarte oder einen Pass. Brenzlig wurde es, als er Ecstasy-Pillen kaufte, erzählten die Bitniks auf der Internetkonferenz Republica in Berlin. Die Schweizer Behörden wurden vorstellig und stellten schließlich doch fest: Freiheit der Kunst. (sb, 9.5.2015)

  • "You've got Mail": Der Bot hatte wohl Lust auf ein Rave, resümierte Carmen Weisskopf von der Mediengruppe Bitnik den Ecstasy-Kauf.
    foto: mediengruppe bitnik

    "You've got Mail": Der Bot hatte wohl Lust auf ein Rave, resümierte Carmen Weisskopf von der Mediengruppe Bitnik den Ecstasy-Kauf.

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