"Guild Wars 2": Cheater mit virtueller Hinrichtung bestraft

8. Mai 2015, 17:58
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Avatar wurde von Admin unbekleidet in den Tod gesteuert - gemischte Reaktionen aus der Spielerschaft

Zu ungewöhnlichen Maßnahmen haben Verantwortlichen des Online-Rollenspiels "Guild Wars 2" im Falle eines Cheaters gegriffen. Über mehrere Wochen soll dieser die Betreiber genarrt und sich durch das Ausnützen von Fehlern große Vorteile gegenüber anderen Teilnehmern in Player-versus-Player-Kämpfen verschafft haben.

Schließlich war es gelungen, ihm sein regelwidriges Verhalten mittels einer Videoaufnahme nachzuweisen – woraufhin der für das Spiel zuständige Sicherheitschef Chris Cleary zur Tat schritt.

Sprung in den virtuellen Tod

"Ich zeige euch hiermit das Video von den letzten Momenten dieses Accounts", schreibt er in einem Forumseintrag. Der Clip zeigt, wie er Kontrolle über den Avatar von "DarkSide" übernimmt, diesen entkleidet, kurz von einem Turm winkt und in einen tödlichen Abgrund springt. Nach der virtuellen Hinrichtung wurden alle Konten gesperrt, die dem Cheater zugeordnet werden konnten.

Geteilte Reaktionen

Der Schritt von Cleary stößt auf gespaltene Reaktionen. Einige Nutzer sehen es sehr positiv, dass über den Ban des Accounts hinaus ein Exempel statutiert wurde. Andere sind der Meinung, dass dies niemanden vom Betrügen abhalten werde und die "Guild Wars"-Entwickler von ArenaNet lieber mehr Ressourcen in das Stopfen jener Lücken investieren sollten, die derlei Betrug überhaupt erst ermöglichten.

"Guild Wars 2" soll laut Kotaku schon seit geraumer Zeit Probleme mit Cheatern und dem Einsatz von Bots haben. (gpi, 08.05.2015)

shazbawt
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