Vater wollte Achtjährigen im Koffer nach Spanien schleusen

8. Mai 2015, 16:35
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Bub aus Elfenbeinküste bei versuchtem Grenzübertritt entdeckt

Ceuta – Ein Vater hat in seiner Verzweiflung versucht, seinen achtjährigen Sohn in einem Koffer von Marokko nach Spanien zu schleusen. Spanische Beamte entdeckten den aus der Elfenbeinküste stammenden Buben an der Grenze der Nordafrika-Exklave Ceuta.

Eine 19-jährige Marokkanerin hätte den Kleinen in weiterer Folge in einem Rollkoffer in die zu Spanien gehörende Stadt schmuggeln sollen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe am Freitag unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, hatte der 42 Jahre alte Vater die junge Frau vermutlich dafür bezahlt.

Nervosität überführte Marokkaanerin

Die Marokkanerin fiel den Grenzbeamten auf, weil sie überaus nervös wirkte. Die Polizisten vermuteten zunächst Rauschgift in dem Koffer, entdeckten dann aber das Kind. Der Bub wurde in ein Kinderheim nach Ceuta gebracht, die Marokkanerin festgenommen. Wenige Stunden später machten die spanischen Beamten auch den Vater dingsfest, als dieser ebenfalls die Grenze überschreiten wollte.

Der Ivorer besitzt nach Angaben der Polizei eine Aufenthaltsgenehmigung in Spanien und lebt auf Gran Canaria. Die Beamten vermuteten, dass er in sein Heimatland gereist war, um den Sohn zu sich nach Spanien zu holen. Da er der Marokkanerin möglicherweise Geld gezahlt hatte, droht ihm nun ein Verfahren wegen des Vorwurfs des Menschenschmuggels. (APA, 8.5.2015)

  • An der Grenze zwischen Marokko und Spaniens Exklave Ceuta wurden die Beamte auf den Buben aufmerksam
    foto: reuters/ministerio del interior

    An der Grenze zwischen Marokko und Spaniens Exklave Ceuta wurden die Beamte auf den Buben aufmerksam

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    foto: reuters/ministerio del interior
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