Wiener Wohnbaupreis für Mitbestimmung

8. Mai 2015, 16:12
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Projekte mit Mehrwert wurden gesucht und gefunden

Zum zweiten Mal wurde kürzlich der Wiener Wohnbaupreis verliehen, mit dem geförderte Wohnbauten, "die über herausragende innovative Qualitäten verfügen", gewürdigt werden, so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ). Zugelassen waren zwischen 2008 und 2013 bezogene Bauten.

Beteiligungsprozess ausschlaggebend

Gewonnen hat das Projekt "so.vie.so mitbestimmt > Sonnwendviertel solidarisch" wegen seines von den Architekten (s&s) und dem Bauträger (BWS) initiierten und von wohnbund:consult begleiteten Beteiligungsprozesses. Der hohe Partizipationsgrad und das frühe Einbeziehen der Nutzer waren für die Jury "Erfolgsgaranten für Gemeinschaftsbildung und Selbstorganisation".

Anerkennungspreise gingen an "Wohnen mit scharf!" am Nordbahnhof (Bauträger Schwarzatal, Planer Superblock und einszueins) sowie drei Projekte im Quartier "Oase 22" (Bauträger: ÖSW, Buwog, Gesiba; Planer: g.o.y.a., Köb & Pollak / Schmoeger Architektur, studio uek / Pesendorfer).

Suche nach Zukunftsprojekt

"Alle Projekte haben sich in bestimmter Weise mit Gemeinschaft beschäftigt", sagte der deutsche Architekt und Stadtplaner Kunibert Wachten, der zum zweiten Mal den Vorsitz in der Jury innehatte, über die neun Finalisten. Denn im Vordergrund eines guten Wohnbaus stünde eine "soziale Qualität". Herausforderung für die Jury sei gewesen, ein Projekt auszuwählen, das seiner Zeit voraus sei: "Welches Projekt hat einen Mehrwert, der in die Zukunft reicht?", so Wachten. Die Bereitschaft der Menschen, mitzumischen und sich zu beteiligen, sei jedenfalls groß. Eine Bereitschaft, der heuer auch per Online-Voting für einen Publikumspreis Rechnung getragen wurde, der an "Time Out - Aktives Wohnen" von ÖSW und g.o.y.a. ging. (zof, 8.5.2015)

  • And the Wohnbau-Oscar goes to: "so.vie.so. mitbestimmt".
    foto: s&s/schindler

    And the Wohnbau-Oscar goes to: "so.vie.so. mitbestimmt".

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