Android M soll bessere Kontrolle über Privatsphäre bringen

8. Mai 2015, 11:19
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User sollen künftig bestimmen können, ob Apps Zugriff auf sensible informationen erhalten

Eigentlich soll Android schon von Haus aus verhindern, dass Apps unbemerkt Zugriff auf sensible Daten bekommen. Bei jeder Installation einer neuen App wird angezeigt, welche Berechtigungen diese verlangt. Das Problem dabei: Wollen die Nutzer beispielsweise keinen Zugriff auf ihre Standortdaten zulassen, bleibt ihnen lediglich die App nicht zu installieren.

Umbau

Dies will Google offenbar nun ändern. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, soll Android künftig deutlich bessere Privacy-Einstellungen bieten. So sollen die Nutzer bei besonders sensiblen Daten - etwa über Standort, Kontakte oder Fotos - gezielt entscheiden können, ob eine App Zugriff darauf erhält.

Nachfrage

Denkbar wäre auch, dass die Apps künftig beim ersten Start noch einmal explizit nach der entsprechenden Erlaubnis fragen. Damit würde Google gegenüber anderen Plattformen gleichziehen, unter Apples iOS ist es schon länger möglich entsprechende Zugriffe abzulehnen.

Vorgeschichte

Schon vor einiger Zeit hat Google unter dem Namen AppOps mit der Möglichkeit des gezielten Entziehens von Berechtigungen für Anwendungen experimentiert. Damals hat das Unternehmen aber davon gesprochen, dass es sich lediglich um ein internes Test-Tool handelt - und den Zugriff darauf mit einem Folgeupdate wieder entfernt.

Google I/O

Eine entsprechende Ankündigung soll im Rahmen der Google I/O Ende des Monats erfolgen. Für diese wird auch die Vorstellung des Lollipop-Nachfolgers Android M erwartet. Insofern ist davon auszugehen, dass die neuen Privacy-Einstellungen Teil der kommenden Betriebssystemgeneration sein werden. (apo, 8.5.2015)

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    foto: andreas proschofsky / derstandard.at
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