Großbritannien-Wahl: Selfie kann Briten hinter Gitter bringen

7. Mai 2015, 16:14
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Verstoß gegen Wahlgeheimnis kostet alternativ 5.000 Pfund

Der Trend zum Selfie in allen Lebenslagen kann britische Wähler in arge Bedrängnis bringen. Wer sich bei der Parlamentswahl am Donnerstag mit seinem Smartphone in der Wahlkabine selbst fotografiert und dieses Bild weiterverbreitet, muss im schlimmsten Fall für sechs Monate hinter Gitter oder eine Strafe von 5.000 Pfund (6.778,74 Euro) zahlen.

Wenn auf solchen Fotos zu sehen sei, wie derjenige gewählt habe - egal ob absichtlich oder nicht -, verstoße dies gegen das Wahlgeheimnis, hieß es in einem Leitfaden für die Wahlhelfer.

Preston bringt Selfie-Schild an

Die Autoren empfahlen daher, mit Schildern im Wahllokal auf das Selfie-Verbot hinzuweisen oder das Benutzen von Smartphones dort gleich ganz zu verbieten.

Wer nicht auf das beliebte Selbstporträt verzichten, aber dennoch nicht mit einem Bein im Gefängnis stehen wollte, für den hatte sich die Gemeinde Preston im Nordwesten Englands etwas Besonderes einfallen lassen: An einer Wand vor dem Wahllokal stand auf einem Schild: "Nehmen Sie Ihr Selfie hier auf." (APA, 07.05.2015)

  • Camerons Herausforderer Miliband bei einem Selfie mit einer Labour-Sympathisantin. Selbstaufnahmen in der Wahlkabine sollten die Briten aber tunlichst unterlassen.
    foto: ap

    Camerons Herausforderer Miliband bei einem Selfie mit einer Labour-Sympathisantin. Selbstaufnahmen in der Wahlkabine sollten die Briten aber tunlichst unterlassen.

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