Aktivisten sammeln 27.000 LinkedIn-Profile von US-Agenten

7. Mai 2015, 14:55
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Die "ICWatch" ist für Journalisten nutzbar und soll Hinweise zu Überwachungsprogrammen liefern

Aktivisten der Initiative "Transparency Toolkit" haben sich mehr als 27.000 öffentlich verfügbare LinkedIn-Profile von Mitarbeitern des US-Militärs und US-Geheimdiensten geschnappt und diese als Datenbank zur Verfügung gestellt. "Die Lebensläufe dieser LinkedIn-Mitglieder gibt viele Details über die Namen und die Funktionen geheimer Überwachungsprogramme preis", so Transparency Toolkit auf seiner Website. Die Daten würden veröffentlicht, um Trends in der Geheimdienstwelt nachvollziehen zu können.

"Überwacher überwachen"

Die ICWatch wurde etwa auf Github bereitgestellt. Gefunden wurden die Daten, indem mit Codewörtern und bestimmten Phrasen auf LinkedIn nach öffentlichen Profilen gesucht wurde. "Wir wollen mit den Daten die Überwacher überwachen und die Mächtigen zur Verantwortung ziehen", so die Gruppe weiter. Die Informationen sollen nun von Journalisten und Aktivisten genutzt werden.

Strengere Regeln

Nach den Snowden-Enthüllungen hatten die öffentlich zugänglichen LinkedIn-Profile zahlreicher NSA-Mitarbeiter für Aufsehen gesorgt. Daraufhin hatte die Organisation seinen Mitarbeitern empfohlen, Social Media-Aktivitäten etwas zurückzuschrauben. Die erhöhte Terrorgefahr durch Gruppen wie den "Islamischen Staat" sorgte vor kurzem neuerlich für Debatten über US-Militärs und Agenten in sozialen Medien. (fsc, 7.5.2015)

  • Die Forscher legten 27.000 US-Agenten oder Mitglieder der Streitkräfte offen
    foto: reuters/downing

    Die Forscher legten 27.000 US-Agenten oder Mitglieder der Streitkräfte offen

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