Hotdogs, Baustelle und All-you-can-Eat in Uninähe

Ansichtssache9. Mai 2015, 09:00
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Jeden Tag derselbe Krampf mit dem Mittagessen. Der UniStandard hat sich - hungrig und mit dünner Geldtasche - auf die Suche nach den besten Lokalen in Uninähe gemacht

Wien/Graz – Wer den ganzen Tag an der Uni verbringt, kommt an einem Mittagessen in Uninähe nicht vorbei. In der unteren Preiskategorie gibt es Pizza-Nudel-Kebab-Stände und Mensen. Wer sich nach gutem Essen und gemütlicher Atmosphäre sehnt, muss meist mehr zahlen. Mit fünf Euro und ein paar Cents in der Tasche soll der perfekte Kompromiss gefunden werden. Bewertet wurde nach Lage, Preis-Leistung, Ambiente und veganer Option. (Tobias Mayr Kristina Nedeljkovic David Tiefenthaler, 7.5.2015)

foto: david tiefenthaler

Sagya - Boku / Alte WU: Um einen leeren Studentenmagen zu füllen, ist das Sagya in der Liechtensteinstraße perfekt. Von Montag bis Freitag gibt es afrikanisches All-you-can-eat-Buffet um 5,90 Euro. Der Gründer des Lokals, Ibrahim Hakim Ali, stellt einen Wasserkrug auf den Tisch. Es gibt von Fisch über Lamm bis zu einer veganen Speise alles. Die Gerichte - gut gewürzt und herzhaft - schmecken. "Das Sagya ist seit 20 Jahren eher Sozialprojekt als gewinnorientiertes Unternehmen", sagt Ali über sein Lokal.

Fazit: nicht ganz billig, aber gute Vibes, schmackhaftes Essen und ein voller Magen. Note: 1,5

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foto: david tiefenthaler

Hildegard Wurst Deli - TU Wien: Die Gerüche am Karlsplatz kommen von Fastfoodständen und aus zu teuren Hipster-Cafés. Die Kompromissentscheidung ist ein Hotdog. Der Imbiss "Hildegard Wurst Deli" verspricht den "wahren" Hotdog aus den USA: Labbriges Brötchen, schnurgerade Wurst, und darauf gibt es von Sauerkraut über geröstete Zwiebel bis Cheddar verschiedene Toppings. Für den amerikanischen Snack legt man zwischen 3,50 Euro und vier Euro auf die Theke. Bärenhunger sollte man nicht mitbringen, um den zu stillen, müsste man zwei bis drei Hotdogs vertilgen.

Fazit: Geschmackstest bestanden, für Studenten aber ein seltener Luxus. Note: 3,5

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foto: david tiefenthaler

Café Gagarin - Uni Wien: Das Café Gagarin in der Garnisongasse ist eine gelungene Wahl für jene, die gern bei Wohnzimmerflair essen. Hinter dem Alten AKH herrschen freie Preise. Das heißt, jeder zahlt für sein Essen so viel, wie es ihm wert ist. Kulinarisch bietet das Lokal täglich ein Menü aus Suppe und Tagesteller mit Bioprodukten von regionalen Kleinbetrieben, immer vegetarisch oder vegan.

Fazit: Atmosphäre entspannt und finanziell ungezwungen, sehr gute regionale Produkte. Note: 1

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foto: david tiefenthaler

Hotdogs, Bausatz und All-you-can-Eat in UninäheLibrary Café - WU Wien: Das Library Café & Roastery liegt im Bibliotheksgebäude der neuen WU. Auf der Terrasse geht es gediegen zu: weiße Korbsessel, sattgrüner Rollrasen und Loungemusik. Was teuer klingt, ist preiswert: "Fünf Euro ist für Studis die magische Grenze", sagt Inhaberin Angelika Zankl. Dafür gibt es von Pasta bis Wraps eine ausgeglichene Vielfalt - die Menge ist aber nicht für jedermann sättigend. Auf regionale Produkte wird Wert gelegt.

Fazit: entfernungstechnisch unschlagbar, preislich leistbar, Portionen recht klein. Note: 2,5

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