Prozess gegen rechtsextreme Goldene Morgenröte vertagt

7. Mai 2015, 10:40
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Antrag auf Verlegung in größeren Saal abgelehnt, bei Verurteilung drohen bis zu 20 Jahre Haft

Athen – Der Prozess gegen Spitzenpolitiker der rechtsextremistischen griechischen Partei Goldene Morgenröte ist zum zweiten Mal binnen weniger Tage vertagt worden. Das Verfahren soll nun am 12. Mai fortgesetzt werden, wie das staatliche Fernsehen (NERIT) am Donnerstag aus dem Gerichtssaal berichtete. Zu den Angeklagten gehören Parteichef Nikolaos Michaloliakos sowie weitere 17 ehemalige und heutige Abgeordnete der rassistischen Partei.

Ihnen werden die Gründung einer kriminellen Vereinigung, Körperverletzung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 20 Jahre Haft. Der Prozess ist eines der wichtigsten juristischen Verfahren der vergangenen Jahrzehnte in dem Land. Es hatte am 20. April begonnen, musste aber vertagt werden, da einer der Angeklagten keinen Rechtsanwalt hatte. Der Prozess könnte mehrere Monate dauern.

Die Polizei hatte den Tagungsort des Gerichtes im Hochsicherheitsgefängnis von Korydallos, einem Vorort der Hafenstadt Piräus, schon in der Nacht zum Donnerstag weiträumig abgesperrt. Hunderte linke Bürger demonstrierten gegen Rassismus und Faschismus. (APA, 7.5.2015)

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