Gelassen wie Caesar: Andi Knoll bei "Willkommen Österreich"

6. Mai 2015, 18:04
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"Jetzt hat die uns den Schas gwonnen", sei Knoll passiert

Ein weites Land ist die Song-Contest-Seele - auch die seines Moderators. Dies wissend, blieben Stermann & Grissemann Andi Knoll gegenüber skeptisch. Der Spruch, der ihm nach dem Conchita-Sieg entschlüpfte, sei unvorbereitet gewesen, hörten sie. Er war so spontan wie Edi Fingers Córdoba-Amoklauf ("I wer' narrisch!"). "Jetzt hat die uns den Schas gwonnen", sei Knoll passiert.

Skepsis blieb, sicher hingegen war, dass Knoll zur Spruchweltgeschichte zählt. Er weilt neben Caesar ("Die Würfel sind gefallen"), Kennedy (" Isch bin ein Berliner!") und Lenin ("Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser") im Pantheon der Unsterblichkeit und könnte als Unvergesslicher aufhören.

Hierfür gibt es jedoch keinerlei Anzeichen, was Probleme aufwirft - sofern es stimmt, dass Knoll, wie er behauptet, weiterhin der Spontaneität traut. Knoll wird sich ja (am 23. 5.) nicht leisten können, die Nation ohne neuen Sager zurückzulassen. Und da er bei Stermann & Grissemann verneinte, nervös zu sein, sollte zumindest Knolls Umfeld präventiv Unruhe verspüren. Noch besser: Alex Wrabetz gibt Sprüche in Auftrag, auf die Knoll bei Verlust von Schlagfertigkeit zugreifen kann!

Bei einem Sieg der Makemakes etwa empfiehlt sich ein Gladiator-Sager (" Der ORF wird sich rächen, in diesem Leben oder dem nächsten!"); bei drohender Budgetpanik ließe sich die Raumfahrt bemühen ("Grasl, wir haben ein Problem!"). Falls die Knaben Letzte werden, kann Knoll aber würdevoll Sophokles mimen ("Gerades Scheitern steht höher als ein krummer Sieg!") oder Armstrongs Mondspruch variieren. "Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer für den ORF-Intendanten!" (Ljubiša Tošic, 6.5.2015)

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"Willkommen Österreich"

  • Andi Knoll bei Stermann und Grissemann am Dienstag Abend.
    foto: orf/hans leitner

    Andi Knoll bei Stermann und Grissemann am Dienstag Abend.

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