Gewässerforschung strömt in neuem Internetportal zusammen

9. Mai 2015, 17:00
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"Freshwater Information Platform" sammelt und präsentiert Daten über Europas Binnengewässer

Wien - Limnologen bündeln ihre Forschungsdaten über Europas Binnengewässer in einem neuen Online-Portal der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien und internationaler Partnerinstitute. Auf der "Freshwater Information Platform" werden die Daten zusammengefasst und verständlich erklärt, um sie für die Öffentlichkeit, Politiker und Forscher leicht zugänglich zu machen.

"Langfristig wird die Bündelung von relevanten Informationen an einem einzigen Ort beitragen, das Verständnis von Süßwasserökosystemen zu verbessern, und ihnen eine stärkere Stimme in Bezug auf Schutz und Erhaltung zu verleihen", so Astrid Schmidt-Kloiber vom Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Boku.

Vielfältiges Angebot

Die "Freshwater Information Platform" ist nach Angaben der Boku die erste europaweite Informationsplattform im Internet für Binnengewässer. Sie stelle Forschungsdaten und Kartensysteme frei zugänglich zur Verfügung, um etwa politischen Entscheidungsträgern, Behörden und Wassermanagern den Zugang zu den vorhandenen Informationen zu erleichtern und die Forschungstätigkeit in dem Fachgebiet anzuregen. Die Inhalte würden stets aktualisiert und ergänzt, erklärten die Wissenschafter.

Auf dem von der Boku, der Universität Duisburg-Essen und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin sowie dem Königlich Belgischen Institut für Naturwissenschaften in Brüssel betriebenen Internetportal könne man etwa die weltweite Verteilung von Süßwassertieren und -pflanzen abrufen, sowie Artenreichtums-, Stressintensitäts- und Klimakarten betrachten. Die Plattform informiere auch, wovon sich die einzelnen aquatischen Organismen ernähren, in welchen Lebensräumen sie genau angesiedelt sind und wie gut sie Verschmutzungen und Umweltveränderungen aushalten können.

Ein Blog mit Interviews und Berichten über Forschungshighlights, sowie ein "Kuriositäten-Kabinett" und Informationen zu relevanten politischen Richtlinien ergänzen die Forschungsdaten. (APA/red, 9.5. 2015)

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