Blasenschwach: Ohne Odyssee zum WC

6. Mai 2015, 12:11
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Harninkontinenz ist ein weitverbreitetes Leiden. Mit Kloführern für österreichische Städte wird Hilfestellung geleistet

Jeder Mensch muss drei bis acht Mal am Tag die Toilette aufsuchen. Menschen, die an Inkontinenz leiden, müssen sich gar bis zu 20 Mal am Tag auf den Weg zu einer Toilette machen.

Das macht es für viele Betroffene unmöglich, die eigenen vier Wände für längere Zeit zu verlassen – Urlaube und Ausflüge sind undenkbar. Aber jetzt ist Erleichterung in Sicht: Die "handlichen Toiletten-Stadtführer" für Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck und Graz weisen den Weg zu den öffentlichen "stillen Örtchen" in den jeweiligen Landeshauptstädten.

Herausgegeben wurde er von der Medizinischen Gesellschaft für Inkontinenzhilfe Österreich (MKÖ). Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema, obwohl mindestens eine Millionen Menschen allein in Österreich darunter leiden.

Raus aus der Tabuzone

Von der sehr häufigen Harninkontinenz, oft als Blasenschwäche verharmlost, sind allein in Wien etwa 100.000 Männer und Frauen betroffen. Derzeit startet ebenfalls eine erste österreichweite Befragung zur Lebenssituation von Menschen mit Blasenproblemen.

"Mit dieser Studie, die die erste Studie ihrer Art in Österreich ist, wollen wir die Lebenssituation von betroffenen ÖsterreicherInnen detailliert erfragen. Ziel ist es, wichtige Informationen über noch bestehende Barrieren in verschiedenen Lebensbereichen wie zum Beispiel in der Arbeit, im Familienleben oder auch im sozialen Umfeld zu erhalten", erklärte MKÖ-Präsident Max Wunderlich. (red, 6.5.2015)

Der WC-Führer kann kostenlos unter der Telefonhotline 01 233 01 23 – 20 und auf der Plattform für Blasengesundheit bestellt werden.

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