Athen überweist fristgerecht weiteres Geld an IWF

6. Mai 2015, 10:22
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Regierungsvertreter: 200 Millionen Euro gezahlt

Athen/Berlin - Das akut von einer Staatspleite bedrohte Griechenland hat sich erfolgreich zum nächsten Zahlungstermin gehangelt. Nach Angaben eines Regierungsvertreters in Athen wurden am Mittwoch fristgerecht Zinsen in Höhe von 200 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) überwiesen: "Es ist vollbracht, das Geld ist auf dem Weg." Eine weitere Hürde muss das Land am Dienstag nehmen, wenn 750 Millionen Euro für den IWF fällig werden. Am Tag davor wollen die Euro-Finanzminister erneut über einen Ausweg aus dem monatelangen Schuldenstreit beraten. Einem Zeitungsbericht zufolge schlägt die griechische Regierung neue Maßnahmen vor, darunter eine Sondersteuer für die 500 reichsten Familien des Landes.

Die Regierung in Athen ist wegen ihrer leeren Kassen dringend auf weitere Kredite der Geldgeber angewiesen, streitet mit dem IWF und den Euro-Staaten aber über die damit verbundenen Reform-Auflagen. Konkret geht es um 7,2 Milliarden Euro aus dem Ende Juni endenden Hilfsprogramm. Zugleich muss die Regierung Schulden bedienen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich am Dienstag skeptisch gezeigt, dass am Montag eine Einigung gelingen wird, dies aber auch nicht ausgeschlossen. Sein griechischer Kollege Yanis Varoufakis sprach dagegen von erheblichen Fortschritten in den vergangenen Tagen. (Reuters, 6.5.2015)

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