Irakische Kurden und USA bekräftigen Zusammenarbeit gegen IS

6. Mai 2015, 08:30
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Kurdenpräsident Barzani zu Besuch bei Obama und Biden

Washington - Bei einem Besuch des Präsidenten der autonomen Kurdenregion im Irak, Massoud Barzani, bei der US-Regierung haben beide Seiten ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen die Jihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) bekräftigt.

Wie das Weiße Haus nach dem Treffen am Dienstag in Washington mitteilte, sicherten US-Präsident Barack Obama und sein Stellvertreter Joe Biden Barzani ihre "starke und fortgesetzte" Unterstützung zu. Zugleich sprachen sie sich für einen "geeinten, föderalen und demokratischen Irak" aus. Obama lobte den "Mut" der kurdischen Peshmerga-Kämpfer.

Dank für Unterstützung der Peshmerga

Barzani dankte den USA für ihre "bedeutende" Unterstützung der Peshmerga. Die kurdischen Kämpfer dürften bei der Rückeroberung der nordirakischen Stadt Mossul vom IS eine entscheidende Rolle spielen. Derzeit werden im irakischen Kurdengebiet 4000 bis 6000 Iraker für eine Schlacht in der IS-Hochburg trainiert. Eine US-geführte Koalition unterstützt die Kämpfe gegen den IS mit Luftangriffen; seit September flog das Bündnis mehr als 3000 Angriffe im Irak und in Syrien.

Barzani ist eine Woche lang in Washington, auf seinem Besuchsprogramm stehen auch Treffen mit Vertretern des Außenministeriums. Bei seinem Besuch nahm das Weiße Haus auf Befindlichkeiten der Regierung in Bagdad Rücksicht, die eine Ausweitung der Selbstbestimmung der Kurden ablehnt. So waren keine Medienvertreter bei dem Treffen zugegen. In der Mitteilung hieß es, Obama sei bei Bidens Gespräch mit dem Kurdenpräsidenten "vorbeigekommen". (APA, 6.5.2015)

  • Massoud Barzani (links), Präsidenten der autonomen Kurdenregion im Irak, besuchte am Dienstag das Weiße Haus in Washington.
    foto: ap photo/carolyn kaster

    Massoud Barzani (links), Präsidenten der autonomen Kurdenregion im Irak, besuchte am Dienstag das Weiße Haus in Washington.

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