Mehrheit der Mitarbeiter hat innerlich gekündigt

5. Mai 2015, 13:33
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Mangelnde Transparenz und Kooperation sind laut einer globalen Studie die Ursachen

Größere Unternehmen haben Schwierigkeiten, kompetente Mitarbeiter langfristig an sich zu binden. Dies geht aus einer globalen Studie des Unternehmensberaters Hay Group hervor, bei der Australien an der Spitze steht. 36 Prozent der Arbeitnehmer können sich kaum mit ihrem derzeitigen Arbeitsplatz identifizieren. Viele von ihnen spielen bereits mit dem Gedanken, ihren Job in nächster Zeit zu kündigen.

An der Untersuchung haben weltweit mehr als fünf Mio. Angestellte teilgenommen. Den Ergebnissen zufolge sind die Arbeitnehmer in Australien unzufriedener als ihre Kollegen in anderen Ländern. 28 Prozent der Mitarbeiter planen einen Wechsel des Arbeitsplatzes innerhalb der nächsten zwei Jahre. Weitere 25 Prozent ziehen diesen im Laufe der kommenden drei bis fünf Jahre in Erwägung.

Laut einer Gallup-Studie unter deutschen und österreichischen Unternehmen weisen 21 Prozent der Mitarbeiter keine emotionale Bindung an ihr Unternehmen auf und verhalten sich am Arbeitsplatz destruktiv, das heißt, sie zeigen unerwünschtes Verhalte. Lediglich 13 Prozent der Beschäftigten verfügen über eine hohe emotionale Bindung und sind bereit, sich freiwillig für ihren Arbeitgeber und dessen Ziele einzusetzen. Die große Mehrheit der Arbeitnehmer, insgesamt 66 Prozent, weist lediglich eine geringe emotionale Bindung auf - und leistet nur Dienst nach Vorschrift.

Unzureichende Kommunikation

Während 80 Prozent der Unternehmen behaupten, dass Teamarbeit zu ihren Kernkompetenzen zählt, haben 49 Prozent der Angestellten das Gefühl, ihr Team wird firmenintern nicht ausreichend unterstützt. Für 41 Prozent werden die Zusammenarbeit und das Teilen von Ideen sowie Ressourcen am Arbeitsplatz nicht genügend gefördert. Ein Mangel an Kooperation, Agilität, Transparenz, Innovation und Produktivität werden im Business-Sektor als die zentralen Herausforderungen gesehen.

Für gut die Hälfte der Angestellten werden wichtige Entscheidungen das Unternehmen betreffend mit Verzögerung getroffen. 43 Prozent geben zu Protokoll, dass strukturelle Veränderungen nicht intern kommuniziert werden. Besonders alarmierend ist, dass mehr als die Hälfte der Mitarbeiter angibt, unterbezahlt zu sein. 61 Prozent sind daher der Überzeugung, in einer anderen Firma besser bezahlt zu werden. (red)

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