KiKA-Scheingeschäfte: Fast zehn Millionen Euro Schaden

5. Mai 2015, 10:19
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Der MDR hat sich bisher 2,3 Millionen Euro als Schadenersatz zurückgeholt

Leipzig - Nach vierjähriger Aufklärungsarbeit beim ARD/ZDF-Kinderkanal KiKA hat der federnführende Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) den bisher größten Betrugsskandal im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu den Akten gelegt. Von zehn Millionen Euro Gesamtschaden habe der MDR bisher 2,3 Millionen Euro als Schadenersatz zurückholen können, erklärte die MDR-Intendantin Karola Wille am Montag.

Sie hoffe, dass diese Summe noch größer werde, sagte Wille auf der Sitzung des Rundfunkrates in Leipzig. Insgesamt seien gegen 20 Personen innerhalb und außerhalb des Senders Ermittlungsverfahren geführt worden. Einige der Beteiligten seien inzwischen rechtskräftig verurteilt worden. Als Hauptverantwortlicher war der frühere Herstellungsleiter des KiKA zu insgesamt sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der einstige KiKA-Manager hatte in seiner Spielsucht über Scheinrechnungen jahrelang Millionen an Gebührengeldern abgezweigt und verzockt. (APA, 5.5.2015)

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