Umerziehungstherapien für Homosexuelle bleiben in USA verboten

4. Mai 2015, 21:34
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Höchstgericht bestätigt Urteil

Washington - Der Oberste Gerichtshof der USA hat ein Verbot von "Umerziehungstherapien" für minderjährige Homosexuelle im Bundesstaat New Jersey faktisch bestätigt. Der Supreme Court lehnte es am Montag ohne Angabe von Gründen ab, sich mit einer Klage von christlich-konservativen Gruppen gegen das Verbot zu befassen.

Damit hat ein Urteil aus niedrigerer Instanz Bestand, das ein entsprechendes Gesetz aus New Jersey bestätigt hatte. Vergangenes Jahr hatten die Obersten Richter bei einer Klage gegen ein Verbot der umstrittenen Therapien in Kalifornien ähnlich entschieden.

Die vor allem in religiös-konservativen Kreisen in den USA verbreiteten "Umkehrtherapien" zielen darauf ab, Schwule, Lesben und Transsexuelle zu einer heterosexuellen Lebensweise zu bewegen. Psychologen warnen, dass Versuche zur Änderung der sexuellen Identität ernste Folgen für die Betroffenen haben können. Der Supreme Court befasst sich derzeit auch mit Klagen gegen das Verbot der Homo-Ehe in mehreren Bundesstaaten. Der womöglich historische Fall könnte gleichgeschlechtlichen Paaren landesweit das Recht auf Heirat eröffnen. Ein Urteil wird im Juni erwartet. (APA, 4.5.2015)

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