Digital-Kiosk Blendle vor Start in Deutschland

4. Mai 2015, 15:22
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Der Start soll erst erfolgen, wenn Mehrheit der Verleger an Bord ist - Start-up verbucht nach nur einem Jahr bereits 250.000 Nutzer in den Niederlanden

Wien/Walldorf - Das niederländische Start-up Blendle steht kurz vor seiner Expansion nach Deutschland. Auf einen genauen Termin will sich Marten Blankesteijn, Co-Gründer des digitalen Kiosk, aber nicht festlegen. Der Start werde erst erfolgen, wenn die Mehrheit der deutschen Verleger an Bord sei, sagt er in einem Interview mit dem deutschen Branchendienst turi2.de. Einige Verträge seien bereits unterzeichnet.

Blendle vermarktet seine Dienste als "iTunes des Journalismus". Bezahlt wird für einzelne Artikel oder gesamte Ausgaben. Ein Abo muss nicht abgeschlossen werden. Nach nur einem Jahr verbucht das Start-up in den Niederlanden bereits 250.000 User. Im Boot sind die wichtigsten Verlage des Landes sowie einige internationale Medien wie "The Wall Street Journal". Je nach Medium kosten Artikel ab 10 Cent aufwärts.

Im Interview mit turi2 sagt Blankesteijn, dass zwei Drittel der niederländischen Nutzer unter 35 Jahre sind. Das seien jene Leser, die oft auf Print verzichten würden und denen eine Gratismentalität nachgesagt wird.

Für die Expansionsbestrebungen hat sich Blende mit Axel Springer und der "New York Times" prominente Financiers geholt. Die beiden Medienhäuser investieren drei Millionen Euro in das Start-up. (red, 4.5.2015)

  • Blendle strebt nach Deutschland.
    foto: blendle

    Blendle strebt nach Deutschland.

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