Teak Holz: Gläubiger entscheiden über Zukunft

4. Mai 2015, 13:53
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Verkauf der Plantagen steht nach wie vor im Raum - Gerichtliche Sanierung nicht ausgeschlossen - Weiterbetrieb ohne Holding denkbar - Finanzielle Situation bereits "sehr angespannt"

Wien/Linz - Die Anleihegläubiger von Teak Holz International AG (THI) stellen am Mittwoch die Weichen für die Zukunft des Plantagenbetreibers. Das Treffen findet laut dem Amtsblatt der "Wiener Zeitung" zwischen 14 und 17 Uhr in der Anwaltskanzlei Fellner Wratzfeld & Partner statt. Die Gläubiger hatten 2010 eine 15,6 Mio. Euro schwere Wandelschuldverschreibung mit einer Stückelung von 50.000 Euro gezeichnet.

Laut einem internen Papier, aus dem das "WirtschaftsBlatt" zitiert hat, sollen die Gläubiger beschließen, wie Teak Holz saniert wird. Im Raum steht weiter ein Verkauf der Plantagen in Costa Rica. Angebote lägen bereits vor, würden aber die Forderungen nicht vollständig decken. Auch ein gerichtliches Sanierungsverfahren wird laut dem Medienbericht nicht dezidiert ausgeschlossen. Als weitere Variante schwebt dem Vorstand offenbar ein Weiterbetrieb ohne die börsennotierte Holding vor. Der Hintergedanke dabei: Lässt man die Bäume weiter wachsen, sind sie in sieben bis zwölf Jahren erntereif und mehr wert.

Der Vorstand drückt aufs Tempo: "Die finanzielle Situation der Gesellschaft ist bereits sehr angespannt. Die Entscheidung über die weitere Vorgangsweise muss jedenfalls zeitnah getroffen werden", steht laut "WirtschaftsBlatt" in dem Geheimpapier.

Teak Holz sitzt auf einem Schuldenberg von knapp 32 Mio. Euro. Der Vorstand hatte im Dezember 2014 mitgeteilt, dass auf den Plantagen in Costa Rica nur halb so viele Teakbäume stehen wie in den Vorjahren bilanziert. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013/14, das am 30. September endete, wurde daraufhin auf unbestimmte Zeit verschoben, auch alle weiteren Quartalsberichte hängen in der Luft. (APA, 4.5.2015)

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