Aspern: Wie sollen die Fehler einstiger Trabantenstädte verhindert werden?

3. Mai 2015, 19:05
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Mit Christoph Chorherr durch die neue Seestadt. Ein Gespräch über Wiens Stadtarchitektur

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Wien wächst um 250.000 Einwohner im Jahrzehnt. Die gesteigerte Nachfrage nach Wohnraum ist neben der Immobilienblase der Hauptgrund für steigende Mieten. Um mit der Nachfrage mitzuhalten, baut Wien wie nie zuvor. Ganze neue "Städte in der Stadt" entstehen.

Wie etwa die Seestadt Aspern – ein neuer Stadtteil für 25.000 Bürger auf der grünen Wiese. Von Beginn an haben die Stadtplaner versucht, die Fehler einstiger Trabantenstädte zu verhindern. Ist das gelungen? Ganz genau kann man das noch nicht sagen. Noch wirkt die Seestadt ein wenig wie eine Geisterstadt – die auf Bezug wartet. Rund ein Viertel der geplanten Bauten ist mittlerweile fertig, etwas mehr als 2.000 Einwohner haben ihre Umzugskisten bereits ausgepackt. Kann in den Neubauschluchten Urbanität entstehen? Oder wird auch das eine tote Schlafstadt, mit deren sozialen Problemen wir uns in 20 Jahren herumschlagen müssen?

In jedem Fall sollten wir in Wien mehr über Projekte wie dieses diskutieren, weil sie künftig das Stadtbild mitprägen werden. Deshalb haben wir uns mit Christoph Chorherr, dem grünen Gemeinderat und Stadtplaner, auf Lokalaugenschein begeben. (Robert Misik, derStandard.at, 3.5.2015)

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