Überreste des russischen Raumfrachters dürften ins Meer stürzen

3. Mai 2015, 18:49
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Absturz des Raumschiffs am 9. Mai stellt vermutlich keine Gefahr für Menschen dar

Moskau - Die Reste des abstürzenden russischen Raumfrachters Progress M-27M dürften aktuellen Berechnungen zufolge wohl am 9. Mai in den Atlantik stürzen und stellen damit vermutlich keine Gefahr für Menschen dar. Sollte der mehr als sieben Tonnen schwere Transporter seine Bahn wie kalkuliert beibehalten, verglühe der Großteil des Raumschiffs in ein wenigen Tagen in der Erdatmosphäre.

Das berichteten Medien in Moskau am Sonntag unter Berufung auf Experten aus Russland und den USA. Bauteile aus Titan oder Edelstahl werden nicht schmelzen. Sie würden demnach am kommenden Samstag gegen 19.30 Uhr MESZ etwa 1.600 Kilometer östlich von Kuba niedergehen, heißt es. Progress drehe sich allerdings stark um die eigene Achse und könne noch den Kurs ändern.

Defekte Trägerrakete

Der Transporter mit rund 2,4 Tonnen Nachschub für die Internationale Raumstation ISS hatte nach dem Start am vergangenen Dienstag die vorgesehene Umlaufbahn verfehlt und wird unkontrolliert abstürzen. Die Panne war wohl von einer defekten Trägerrakete ausgelöst worden. Eine Verschiebung des nächsten Starts am 26. Mai ist nicht geplant.

Der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zufolge hat die ISS vorerst noch genug Lebensmittel und technisches Material an Bord. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde arbeiten derzeit sechs Raumfahrer. Drei von ihnen sollen Mitte Mai zurückkehren. (APA/red, derStandard.at, 3.5.2015)

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