Neuer Korruptionsskandal erschüttert Rajoys Volkspartei

3. Mai 2015, 17:09
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Beschuldigter Politiker bestreitet Vorwürfe und spricht von Komplott

Valencia - Drei Wochen vor den anstehenden Regional- und Kommunalwahlen in Spanien macht der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy ein neuer Korruptionsskandal zu schaffen. Auf einem - in den Medien verbreiteten - Tonbandmitschnitt ist der PP-Vorsitzende in der ostspanischen Provinz Valencia, Alfonso Rus, in einem Gespräch mit einem Unternehmer zu hören, wie er Geld zählt.

"Hier haben wir 3.000, 4.000, 5.000 ... 12.000 Euro", ist der Politiker zu vernehmen. "Das sind zwei Millionen Pesetas." Nach Vermutungen der Medien soll es sich bei der Summe um Schmiergeld gehandelt haben. Die PP schloss den Politiker vorläufig aus der Partei aus.

"Die Aufnahme ist beschämend", sagte der Regierungschef und PP-Präsident der Region Valencia, Alberto Fabra, am Sonntag. "So etwas hat in unserer Partei nichts zu suchen. Rus wird erklären müssen, weshalb in einem Auto sitzend Geld zählte."

Der beschuldigte Politiker bestritt demgegenüber die Vorwürfe und sprach von einem politischen Komplott. Er wies die Forderung zurück, von seinen Ämtern als Chef der Provinzverwaltung von Valencia und als Bürgermeister der Kleinstadt Xativa (30.000 Einwohner) zurückzutreten. (APA, 3.5.2015)

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