Adidas-Chef sieht sich wieder in Schwung

3. Mai 2015, 14:40
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Firmenchef Herbert Hainer vergleicht sich mit einem Athleten, der nicht in Form war, das hätte sich geändert

München - Adidas hat nach den Worten von Firmenchef Herbert Hainer einen guten Jahresauftakt gehabt. "Wir sind jetzt wieder richtig in Schwung", sagte Hainer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der Sportartikelkonzern sei mit seinen Marken Adidas und Reebok "hervorragend gestartet". Dies würden die Quartalszahlen am Dienstag zeigen. Analysten rechnen mit einem Umsatzplus des Nike -Konkurrenten von knapp elf Prozent auf rund 3,9 Milliarden Euro und einem Zuwachs beim Gewinn von fast 14 Prozent.

Hainer ging zudem auf die zuletzt scharfe Kritik an seiner Arbeit als Vorstandschef ein und verglich sich dabei mit einem Athleten, der nicht in Form ist: "Der geht dann ins Trainingslager und kommt stärker zurück. So haben wir es gemacht." Zuletzt hatten Anleger vor allem die fehlende Profitabilität bemängelt. Er sei aber überzeugt, dass die Aktionäre nun die gute Entwicklung seit Jahresbeginn honorierten. Für Donnerstag hat Adidas zur Hauptversammlung eingeladen.

Reebok-Abspaltung nicht praktikabel

Eine Abspaltung der immer wieder kritisierten Tochter Reebok sei nicht praktikabel, sagte Hainer: "Das ist allenfalls theoretisch machbar, so integriert wie die Marke in unseren Konzern ist." Zum Konkurrenzkampf mit dem Weltmarktführer Nike sagte Hainer, Adidas wolle nach wie vor der beste Sportartikelhersteller der Welt sein, nicht unbedingt der größte. "Wir und Nike schaukeln uns gegenseitig hoch. Der Abstand zum Rest wächst."

Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" will Nike im Gerichtsverfahren gegen drei von Nike zu Adidas gewechselte Designer wegen angeblichen Verrats von Geschäftsgeheimnissen nun Adidas-Topmanager wie Vorstandsmitglied Eric Liedtke und US-Chef Mark King vorladen lassen. Adidas habe sich dazu nicht äußern wollen, berichtete das Magazin. (APA, 3.5.2015)

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