Neue Initiative gegen personalisierte Werbung im Internet

3. Mai 2015, 13:55
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"Internetnutzer vor ungefragter Nutzung ihrer Daten schützen" - "Cookie-Richtlinie" gefordert

Internetnutzer sollen nach dem Willen von Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) künftig besser vor personalisierter Werbung auf Webseiten geschützt werden. Die Auswertung des Kundenverhaltens ermögliche "ein hohes Maß an Verbraucherbeeinflussung durch die dann gezielte Schaltung von Werbung", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagsausgabe).

Zustimmung nötig

Prüfer-Storcks will sich auf der deutschen Verbraucherministerkonferenz am Mittwoch in Osnabrück dafür einsetzen, dass die Daten-Erhebung künftig nur mit dem "Einverständnis der Betroffenen" erfolgt.

Der Hamburger Antrag für die Konferenz sieht vor, dass die deutsche Bundesregierung prüfen soll, wie die Internetnutzer besser vor der ungefragten Nutzung ihrer Daten geschützt werden können. Eine Möglichkeit könne die "überfällige Umsetzung" der sogenannten europäischen Cookie-Richtlinie sein. Bei Cookies handelt es sich um kleine Dateien, die häufig ungefragt auf Computern angelegt werden. In ihnen können beispielsweise Nutzungsprofile abgespeichert werden.

Richtlinie

Die EU-Richtlinie regelt, dass nur solche Daten ohne Zustimmung gespeichert werden dürfen, die für das Funktionieren eines Internetdienstes erforderlich sind. Für das Surf-Verhalten auf der Internetseite einesOnline-Versandhandels gilt das beispielsweise nicht. Bisher wird gerade aus solchen Daten personifizierte Werbung generiert. (APA, 3.5.2015)

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