Boeing 787 Dreamliner: Software-Fehler kann zu Stromausfall führen

2. Mai 2015, 16:40
112 Postings

Regelmäßiger Neustart als Lösung - Bug schaltet Generatoren ab

Ein Software-Fehler kann bei der Boeing 787-8 und -9 (Dreamliner) dazu führen, dass die komplette Elektronik ausfällt und die Piloten keine Kontrolle mehr über das Flugzeug haben. Davor warnt die US-amerikanische Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA. Die Lösung des Problems ist einfach: Das System muss regelmäßig heruntergefahren werden.

Zähler zählt nur 248 Tage

Boeing selbst entdeckte den Fehler bei Labortests. Durch den Bug fallen die Generatoren in den sogenannten Fail-Safe-Modus, da ein interner Zähler nach 248 Tagen überläuft. Durch Abschaltung versuchen die Generatoren im Falle eines Defekts weitere Schäden zu verhindern.

Start oder Landung besonders gefährlich

Betroffen davon wären alle Generatoren gleichzeitig – vorausgesetzt sie wurden synchron gestartet. Eine Staudruckturbine soll dann Notstromversorgung bringen. Bis dahin liefert eine Batterie die nötige Energie. Viele hydraulische Teile funktionieren in dieser Zeitspanne nur beschränkt oder gar nicht, besonders gefährlich wäre der Software-Fehler also bei Start oder Landung.

Regelmäßiger Neustart notwendig

Um dem Bug entgegenzuwirken ist ein regelmäßiger Neustart nötig. Erst vor kurzem gab Boeing die Empfehlung heraus, mindestens alle vier Monate das System herunterzufahren. An der Behebung des Software-Fehlers wird bereits gearbeitet. (dk, 02.05.2015)

  • Eine Boeing 787 Dreamliner. Ein Software-Fehler kann bei dem Flieger zu einem Stromausfall führen.
    foto: reuters/nastro

    Eine Boeing 787 Dreamliner. Ein Software-Fehler kann bei dem Flieger zu einem Stromausfall führen.

Share if you care.