Nach Ausschreitungen Reiseverbot für Juve-Fans

1. Mai 2015, 19:51
5 Postings

Strafen nach Vorfällen im Turiner Derby - Ein Punkt fehlt noch zur erneuten Meisterschaft - Milan-Coach Inzaghi darf bis Saison-Ende bleiben

Genua - Nach den schweren Ausschreitungen beim Turiner Derby zwischen Torino und r Juventus (2:1) hat sich das italienische Innenministerium eingeschaltet und ein Reiseverbot verhängt. Juve-Fans dürfen ihre Mannschaft am Samstag nicht zum Auswärtsspiel bei Sampdoria Genua begleiten. Mit einem Unentschieden dort hätte der Rekordmeister seinen Titel vorzeitig erfolgreich verteidigt.

Zudem entschied das Sportgericht der Serie A, dass in den nächsten beiden Heimspielen die Südkurve im Juventus-Stadion geschlossen bleiben muss. Auch der FC Turin wurde bestraft. Für das Spiel am Dienstag gegen den FC Empoli haben nur Fans mit Dauerkarten Zutritt.

Ein Untersuchungsrichter in Turin hat unterdessen die U-Haft für fünf Hooligans verlängert, die unter anderem für die Ausschreitungen am vergangenen Sonntag verantwortlich gemacht werden. Im Stadion war ein Sprengkörper explodiert, zwölf Menschen wurden dabei verletzt. Vor dem Spiel war der Juve-Bus angegriffen worden.

Juventus Turin greift am Samstag nach dem 31. Scudetto. Sollte der erste Verfolger Lazio Rom am Sonntag bei Atalanta nicht gewinnen, wäre die erfolgreiche Titelverteidigung der Turiner selbst bei einer Niederlage gegen den Tabellenfünften aus Genua unter Dach und Fach. Trainer Massimiliano Allegri könnte trotz der Bedeutung der Partie einige Stammkräfte schonen, schließlich wartet bereits am Dienstag das Semifinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid. "Hoffentlich holen wir gegen Sampdoria diesen einen Punkt, damit wir uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren können", meinte Allegri.

Gnadenfrist für Inzaghi

Während die Titelentscheidung unmittelbar bevorsteht, geht der Kampf um die Europacup-Plätze wohl bis in die letzte Meisterschaftsrunde. Um einen Europa-League-Start rittern Sampdoria, Genoa, Fiorentina, Torino und Inter Mailand, der Tabellenzehnte AC Milan hat nach einer verkorksten Saison nur noch Außenseiterchancen auf eine Teilnahme am internationalen Geschäft.

Trainer Filippo Inzaghi darf bei den Schwarz-Roten bis zum Saison-Ende weiterwerkeln. Trotz der bitteren 1:3-Heimniederlage gegen den Tabellensechsten FC Genua am Mittwoch habe der Verein beschlossen, dem 41-Jährigen für die letzten Spiele das Vertrauen zu schenken.

Nach vier Spielen in Serie ohne Sieg und dem Absturz auf Platz zehn war zuletzt über eine Trennung von Inzaghi spekuliert worden. Milan hatte am Mittwoch erstmals seit 1958 wieder ein Heimspiel gegen den FC Genua verloren, die Spieler waren anschließend von den eigenen Fans wüst beschimpft worden. (APA/Reuters/sid/red - 1.5. 2015)

  • Im Turiner Olympiastadion waren bei Derby die Emotionen übergekocht.
    foto: apa/epa/di marco

    Im Turiner Olympiastadion waren bei Derby die Emotionen übergekocht.

Share if you care.