Pannen-Show "1000": Kerner hätte um 3:30 Uhr "lieber anderes gemacht"

1. Mai 2015, 17:34
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Verletzungen, Herzinfarkt, Technikpannen - ZDF zeigt Show

Mainz/ZDF - Samstag um 20.15 Uhr zeigt das ZDF, was es aus einer aufreibenden Showaufzeichnung mit Verletzten, einem Herzinfarkt und technischen Pannen für den Hauptabend gemacht hat: Die erste (und womöglich letzte) Ausgabe der Show "1000 - Wer ist die Nummer 1" mit zunächst ebenso vielen Kandidaten und Johannes B. Kerner.

Die - offenbar nicht rundum gekonnt vorbereitete - Aufzeichnung vor wenigen Wochen dauerte wegen der Zwischenfälle und Technikprobleme bis 3.30 Uhr früh. Der "Spiegel" bringt am Samstag ein Interview mit Kerner. In einer Vorabmeldung zitiert das Magazin den Moderator zu der Aufzeichnung so: ""Ich hätte morgens um halb vier auch gern etwas anderes gemacht, als im Studio zu stehen." - "Aber für die Kandidaten war das natürlich noch viel härter."

Keine Werbung mehr

Kerner spricht auch über frühere Werbe-Engagements, er zeigt Verständnis für die Kritik daran: "Im Rückblick kann ich die Diskussion verstehen", sagt der 50-Jährige zur Kritik des damaligen ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender 2006 an Kerners Werbeeinsatz etwa für Air Berlin. Und: "Vielleicht war es sogar ein Fehler, überhaupt Werbung zu machen. Heute mache ich jedenfalls keine mehr."

Kerner: "In der Außenwahrnehmung ist die Werbebranche eine schillernde Welt, und ein Fototermin ist relativ schnell gemacht. Auf der anderen Seite läuft man aber eine ganze Weile lang mit der Werbung herum und merkt irgendwann vielleicht, dass sie nicht zu einem passt."

Fehler: Zurück zu Sat.1

Seine beruflich einsamste Zeit habe er 2009 erlebt, nachdem er den Fehler gemacht habe, vom ZDF zurück zu Sat.1 zu wechseln, erzählt Kerner dem "Spiegel": "Da hat nicht pausenlos das Telefon geklingelt, weil sich Kollegen erkundigt hätten, wie es mir geht. Aber in dem Moment habe ich nicht vorrangig auf den Anruf eines Kollegen gewartet, sondern auf ein Jobangebot. Es ging um die Frage: Ist meine Fernsehkarriere vorbei?" (red, 1.5.2015)

  • Johannes B. Kerner, hier auf einem Archivbild von Ende 2014 auf dem Weg zu einer Filmpremiere in Berlin.
    foto: reuters / hannibal hanschke

    Johannes B. Kerner, hier auf einem Archivbild von Ende 2014 auf dem Weg zu einer Filmpremiere in Berlin.

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