Dutzende Tote bei Kämpfen im Jemen

1. Mai 2015, 15:55
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UNO-Chef Ban besorgt

Sanaa/Aden/New York - Bei neuen Kämpfen zwischen schiitischen Houthi-Rebellen und regierungstreuen Milizen sind in der südlichen Metropole Aden mindestens 21 Menschen getötet worden. 13 der Opfer seien Zivilisten gewesen, berichteten Augenzeugen am Freitag. Die Anti-Houthi-Milizen hatten am selben Tag eine zweistündige humanitäre Waffenruhe ausgerufen. Die Houthis hätten sich nicht daran gebunden gefühlt und auf Zivilisten geschossen, sagten Augenzeugen.

Die Houthi-Rebellen aus dem Norden des Landes kämpfen gegen sunnitische Milizen und Sicherheitskräfte, die loyal zu dem ins Ausland geflohenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi stehen. Ein von Saudi-Arabien geführtes arabisch-sunnitisches Militärbündnis greift seit dem 26. März aus der Luft Stellungen und Waffenlager der Houthis an. Bei saudischen Bombenangriffen auf Ziele in Sanaa wurden am Freitag 20 Menschen getötet, wie Augenzeugen berichteten.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon äußerte seine Besorgnis über die anhaltenden Kämpfe im Jemen. Mehr als 1.200 Menschen seien in den vergangenen Wochen getötet worden, weitere 300.000 seien aus ihren Häusern geflohen, teilte Ban laut Mitteilung der Vereinten Nationen in New York vom Donnerstag (Ortszeit) mit. Die Angriffe, die auch Zivilisten und UNO-Gebäude nicht aussparten, seien nicht akzeptabel und verletzten internationale Menschenrechte. Ban bekräftigte seine Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand. Notwendig seien zwischenzeitlich überdies humanitäre Feuerpausen. Alle Konfliktparteien müssten dafür sorgen, dass Hilfsorganisationen ein gesicherter Zugang ermöglicht werde. (APA, 1.5.2015)

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