Chelsea ist eigentlich schon im Ziel

1. Mai 2015, 13:54
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Londoner können im Heimspiel gegen Crystal Palace alles klar machen. Mourinho: "Wir sind, wie jede Mannschaft gerne wäre"

An der Stamford Bridge darf der Champagner eingekühlt werden. Mit einem Heimsieg gegen Crystal Palace kann Hausherr Chelsea am Sonntag den ersten Fußball-Meistertitel in der englischen Premier League seit fünf Jahren feiern. Für Trainer Jose Mourinho wäre es der dritte mit dem Verein nach 2005 und 2006.

13 Punkte beträgt Chelseas Vorsprung auf den bei einem Spiel weniger haltenden Dritten Arsenal vier Runden vor Saisonende. Der zweitplatzierte Titelverteidiger Manchester City kann den "Blues" bei ebenfalls 13 Zählern Rückstand nicht mehr gefährlich werden. Der Gewinn der Trophäe ist Chelsea praktisch sicher, für Mourinho ist dies in seiner zweiten Ära beim Club eine besondere Genugtuung.

Neue Ära

Dass die Arsenal-Anhängerschaft die Konkurrenz aus Westlondon zuletzt als langweilig verhöhnte, ließ den in seinem Stolz gekränkten Mourinho zum Konter ansetzen. "Ich weiß genau, was wir darstellen. Wir sind, wie jede Mannschaft gerne wäre", sagte der Portugiese auch nach dem 3:1 gegen Leicester City am Mittwoch. Glaubt man Torhüter Petr Cech, könnte die Langweile in Englands Oberhaus ohnedies noch länger anhalten.

Der Tscheche, mit Chelsea bereits 2005, 2006 und 2010 Meister, sieht eine rosige Zukunft beim Verein. "Dieser Titel könnte der Start einer neuen Ära sein, einer neuen Generation von Spielern", meinte Cech, neben dem noch Didier Drogba und Kapitän John Terry von der Mannschaft von 2005 dabei sind. Im Sommer wird Cech den (noch) vierfachen Champion verlassen, nachdem ihm Thibaut Courtois den Stammplatz im Gehäuse abgejagt hat.

Der 22-jährige Belgier ist einer jener Spieler, die die Fans laut Cech noch länger erfreuen werden. Auch dessen Landsmann Eden Hazard - unlängst zu Englands Fußballer des Jahres gewählt - sowie die Brasilianer Oscar und Willian verkörpern das "neue" Chelsea. Im Sommer wird Mourinho das Team noch weiter verstärken.

Und sonst

Abseits der Titelentscheidung kämpft FA-Cup-Finalist Aston Villa mit ÖFB-Teamspieler Andreas Weimann um den Klassenverbleib. Zwei Zähler liegt der 16. Villa derzeit über dem "Strich", am Samstag geht es zu Hause gegen den Zehnten Everton. Marko Arnautovic hängt mit dem Neunten Stoke City hingegen im Niemandsland der Tabelle fest.

Für den zuletzt formstarken Wiener gab es vor dem Auswärtsspiel bei Tabellennachbar Swansea Lob von Trainer Mark Hughes. "Es ist wichtig für ihn zu wissen, das Richtige zu tun. Er will einfach wissen, was ich von ihm als Trainer erwarte", sagte Hughes auf der Club-Homepage. Für den Ex-Teamstürmer aus Wales ist klar: "Wenn man Marko ein wenig Klarheit gibt und seine Freiheiten im letzten Drittel des Spielfelds, dann ist er in der Lage, Gutes zu tun." (APA, 1.5.2015)

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