Berliner Walpurgisnacht-Demonstration überwiegend friedlich

1. Mai 2015, 08:54
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Tausende Teilnehmer bei Kundgebung linker Gruppen in der deutschen Hauptstadt

Berlin - Die traditionelle Walpurgisnacht-Demonstration linker Gruppen in der deutschen Hauptstadt Berlin ist weitgehend friedlich verlaufen. Laut Polizei herrschte am Donnerstagabend zwar eine aggressive Grundstimmung, größere Zwischenfälle blieben aber aus. Demnach wurden vier Menschen festgenommen, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Vermummungsverbot.

Nach offiziellen Angaben beteiligten sich am Donnerstagabend rund 2.700 Menschen an dem Marsch vom Stadtteil Wedding zum Prenzlauer Berg - ähnlich viele wie im vergangenen Jahr. Die Veranstalter sprachen von 5.000 bis 6.000 Menschen.

Teilnehmer warfen Farbbeutel, zündeten Feuerwerkskörper und zerstörten Scheiben einer Bushaltestelle. Vereinzelt kam es zu Schubsereien und Rangeleien zwischen Mitgliedern der linksautonomen Szene und Polizisten. Nach Ende der Demonstration löste sich die Menge auch wegen des regnerischen Wetters relativ schnell auf.

Wiederkehrende Zusammenstöße

Seit 1987 hatte es in Berlin am 1. Mai und dem Vorabend immer wieder Krawalle von Linksautonomen und unpolitischen Randalierern gegeben. In den vergangenen Jahren ging es aber weniger gewalttätig zu.

Polizeipräsident Klaus Kandt blickte verhalten optimistisch auf die sogenannte Revolutionäre-1.-Mai-Demonstration am Freitagabend in Kreuzberg und Neukölln: "Ich erwarte eine zahlenmäßig starke Veranstaltung, die aber in der Masse friedlich bleiben wird." Mit Randalierern von außerhalb sei kaum zu rechnen. "Wir haben keine überregionale Mobilisierung wahrgenommen." Die Polizei vermute eher, dass einzelne gewaltbereite Demonstranten nach Hamburg fahren und nicht in Berlin bleiben.

Zur abendlichen Demonstration am Mai-Feiertag werden 20.000 bis 30.000 Teilnehmer erwartet. Insgesamt wird die Polizei rund um den 1. Mai fast 7.000 Beamte im Einsatz haben. (APA, 1.5.2015)

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