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Vom Maturaprojekt zum Startup: Kärntner arbeiten an Vernetzung von Booten

4. Mai 2015, 09:42
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Sicherheitssystem überwacht verschiedene Parameter und soll Bootsbesitzer vor drohenden Beschädigungen warnen

Vor über einem Jahr hat Alexander Mikula (20) noch im Rahmen seines Maturaprojekts an der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt an Shiptronics gearbeitet. Heute werkelt ein drei Mann starkes Team – neben Alexander auch Benedikt Pirker und Stefan Santner (beide 19) – mit dem Ziel der Unternehmensgründung an dem Sicherheitssystem zur Vernetzung von Elektro- und Motorbooten.

Sicherheitssystem für Boote

Zielgruppe von Shiptronics werden Servicebetriebe sein, denen mit dem Gerät die Wartung von Booten erleichtert werden soll. Das System überwacht verschiedene Parameter – darunter Batteriespannungen, Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Motorraum, Landstromversorgung, Bilgestand (Wasserstand im untersten Raum des Bootes) und den Kopbrod-Alarm bei Elektrobooten. Werden gewisse kritische Messwerte erreicht oder eine Bedrohung festgestellt, kann der Servicebetrieb und der Bootsinhaber direkt informiert werden. Dies erfolgt per SMS oder Smartphone-App, die Daten können auch über eine Webseite eingesehen werden.

Marktlücke

"Die Technik ist an sich nicht neu und es gibt auch schon viele ähnliche Systeme", so Projektleiter Alexander. Mit Shiptronics will man aber trotzdem eine Marktlücke für Elektro- und Motorboote gefunden haben. Alexander erklärt, dass bereits erhältliche Systeme weniger Funktionen bieten – sie überwachen nur die Batteriespannungen und Versenden SMS-Warnungen. Shiptronics bietet hier mehr Überwachungsfunktionen und neben dem SMS-Versand ist auch eine Bereitstellung der Daten in einer Cloud und die Visualisierung auf einer Webseite geplant.

Prototyp selbst gefertigt

Mitte Juni soll die grobe Entwicklung von Shiptronics abgeschlossen sein. Erste Prototypen, die noch komplett selbst gefertigt wurden, sind bereits vorhanden. "Leiterplatte, das Gehäuse und das Löten der Bauteile wurde alles eigenhändig abgewickelt", erklärt Alexander. Der Prototyp unterstützt die grundsätzlichen Funktionen und den SMS-Versand, als nächstes soll die Anbindung an die Cloud realisiert werden. Ursprünglich wollte das Team dafür mit einem PIC-Mikrocontroller arbeiten, aufgrund mangelnder Dokumentation für ihren Anwendungsfall werden sie stattdessen aber vermutlich auf eine Arduino- oder Raspberry-Plattform setzen.

Auf die Idee zu Shiptronics wurden Alexander und sein damaliges Team vom Projektbetreuer der Schule gebracht. Dieser verknüpfte die Maturanten mit dem Geschäftsführer eines Bootsherstellers, der an einem Sicherheitssystem für Boote interessiert war. Alexander entschied sich nach der Matura das Projekt fortzuführen und holte sich für die technische Realisierung weitere Unterstützung von Benedikt und Stefan.

Hobby und Nebenbeschäftigung

Seit etwa einem Jahr arbeiten Alexander, Benedikt und Stefan nun bereits gemeinsam an Shiptronics. Der Arbeitsaufwand ist dabei zwar nicht zu unterschätzen, trotzdem fühle es sich immer noch wie ein Hobby an. "Das Projekt nimmt so ziemlich unsere gesamte Freizeit in Anspruch", erklärt Alexander. "Vom Zeitaufwand ist es sicher mit einer Nebenbeschäftigung gleichzustellen, aber es ist ja keine verpflichtende Arbeit und wir machen das gerne." Das nächste große Ziel für das Team ist die Fertigstellung eines marktreifen Systems.

Aufgabenverteilung

Auf dem Weg dorthin sieht sich das junge Entwicklerteam aber auch mit Herausforderungen konfrontiert. Nach Beendigung der Schule treibt es die Shiptronics-Mitglieder zunehmend in verschiedene Ecken. Benedikt und Alexander werden ab Herbst an der TU München Elektrotechnik bzw. Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre studieren, Stefan studiert an der TU Graz Elektrotechnik. Das Team hat sich die Aufgaben untereinander jedoch so aufgeteilt, dass auch unabhängig weitergearbeitet werden kann. Alexander kümmert sich als Projektleiter um den Außenauftritt und die Erstellung einer Webseite, bevor er seine Kollegen dann im technischen Bereich unterstützt. Stefan ist für die Hardware des Systems zuständig, Benedikt fokussiert sich auf den Datentransfer zwischen Sensoren und Server.

Positives Feedback

Das Team trifft sich jedoch trotzdem regelmäßig und tauscht sich über die jeweiligen Fortschritte und die Erreichung der gesetzten Meilensteine aus. In den nächsten Wochen will Alexander mehrere potentielle Kunden kontaktieren und Feedback zu Shiptronics einholen. Bislang war das Feedback von einem Servicebetrieb und mehreren Bootsbesitzern aber recht positiv. "Die bisherigen Erfahrungen haben uns gezeigt, dass das Produkt durchaus auf Interesse stößt", zeigt sich Alexander zuversichtlich über das Produkt. 500 bis 700 Euro soll Shiptronics in etwa kosten, die jährlichen Servicekosten werden zusätzlich bei etwa 80 Euro liegen. (Martin Wendel, 4.5. 2015)

Link

Shiptronics



Dieser Artikel
bietet einen Überblick zum aws First Programm, dessen Kick-off ins zweite Jahre gerade stattgefunden hat.

Weitere Details: www.awsg.at/first.

  • Der Prototyp.

    Der Prototyp.

  • Bei der Arbeit.

    Bei der Arbeit.

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