Waldbrand bei Tschernobyl auf 70 Hektar zurückgedrängt

30. April 2015, 10:23
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Laut Behörden entsprechen die Strahlungswerte in dem betroffenen Gebiet der Norm

Tschernobyl - Zwei Tage nach dem Ausbruch des schweren Waldbrandes in der Nähe des 1986 havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl haben ukrainische Einsatzkräfte das Feuer weiter eingedämmt. Die Flammen seien auf eine Fläche von 70 Hektar zurückgedrängt worden, teilte der Zivilschutz in Kiew am Donnerstag mit. Zeitweise hatte das Feuer ein Gebiet von rund 400 Hektar erfasst. Die Behörden vermuten Brandstiftung.

Am 26. April 1986 war der vierte Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl explodiert und hatte einen Super-GAU ausgelöst. Große Flächen in der Nähe der Anlage sind bis heute radioaktiv verseucht.

Nach dem Waldbrand haben die ukrainischen Behörden mehrfach erklärt, dass in der Umgebung keine erhöhte Strahlung gemessen worden sei. Russische Umweltschützer hatten gewarnt, der Wind könnte eine radioaktive Rauchwolke bis nach Weißrussland tragen. Der weißrussische Zivilschutz teilte Donnerstag früh mit, die Strahlungswerte entsprächen der Norm. (APA, 30.4.2015)

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