Finanzierung von neuer Tschernobyl-Schutzhülle gesichert

30. April 2015, 14:56
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Bei einer Geberkonferenz in London kamen ausreichend Mittel zusammen

London/Tschernobyl - Der Neubau einer Schutzhülle um den explodierten Atomreaktor im ukrainischen Tschernobyl ist vorerst finanziert. Russland stellt zehn Millionen Euro zusätzlich für eine neue Schutzhülle um den 1986 explodierten Atomreaktor von Tschernobyl zur Verfügung. Einen Tag nach der Geberkonferenz gab am Donnerstag auch die russische Führung ihren Beitrag bekannt.

Bei einer Geberkonferenz in der britischen Hauptstadt London kamen am Mittwoch zwar nur 530 der notwendigen 615 Millionen Euro zusammen. Auch mit dem russischen Beitrag sind damit noch nicht alle Mittel bereitgestellt. Die Verantwortlichen sind dennoch zuversichtlich, dass die Finanzierungslücke bald komplett geschlossen wird.

Arbeit kann weitergehen

"Das Problem ist vom Tisch", sagte Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, im Anschluss an das Treffen. "Es ist jetzt absolut klar, dass die Arbeit in Tschernobyl weitergehen kann."

Unter anderem hätten Russland und China Mittel zugesagt, ohne einen konkreten Betrag zu nennen, sagte Flasbarth, der als Vertreter der G7-Staaten sprach. Die sieben führenden westlichen Industrienationen geben 95 Millionen Euro, 70 kommen von der EU-Kommission. Wie bereits zugesagt, übernimmt die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) mit 350 Millionen Euro den größten Teil. Weitere 15 Millionen Euro kommen von zahlreichen Ländern, darunter Dänemark, Österreich, Kuwait und Brasilien. (APA, 29.4.2015)

  • Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass die gesamte Finanzierung des Baus bald stehen wird.
    foto: reuters/valentyn ogirenko

    Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass die gesamte Finanzierung des Baus bald stehen wird.

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