Je schwerer die Arbeit, desto mehr Geld

30. April 2015, 12:01
143 Postings

Körperliche Schwerarbeit zählt für Österreicher laut einer Studie als Hauptkriterium für die Höhe des Verdienstes

In ihrem aktuellsten Report haben sich die Mitarbeiter des Internationalen Instituts für Markt- und Sozialanalysen (IMAS) mit Leistungsfaktoren beschäftigt. Auf die Frage, wovon es abhängen soll, wie viel ein Mensch in seinem Beruf verdient, konnten die Befragten aus einer Liste wählen - mehrere Angaben waren möglich.

Vier Antworten führen hier klar das Ranking an: Die meisten der 1000 befragten Österreicher nannten die körperliche Schwierigkeit der Arbeit als ausschlaggebenden Faktor für den Verdienst. Knapp dahinter landeten die Verantwortung, die jemand für andere trägt, Erfahrung und das gesundheitliche Risiko im Job.

Kreativität eher unwichtig

Im Mittelfeld der Abfrage rangieren Aspekte wie geistige Schwierigkeit der Arbeit und das finanzielle Risiko. Die Kreativität und Flexibilität werden nur von kleinen Teilen der Bevölkerung als besonders wichtig empfunden. Freundlichkeit im Umgang mit anderen Menschen war für die wenigsten der Befragten ein Grund für die Höhe des Verdienstes.

Mehr Druck am Arbeitsplatz

Abgefragt wurden in den Face-to-Face-Interviews zwischen März und April auch die Belastungen am Arbeitsplatz: Acht von zehn Österreichern meinen, dass der Druck am Arbeitsplatz zunimmt, nur jeder Zehnte empfindet das Gegenteil. Auf die Frage, ob sich Leistung überhaupt noch auszahle, zeige sich laut Studienautoren eine klare Meinungspolarität: Rund 44 Prozent stimmen der Aussage "Leistung zahlt sich in Österreich nicht aus" zu, rund 45 Prozent lehnen diese ab. Besonders skeptisch sind laut Studie Männer, Personen zwischen 35 und 59 Jahren und Menschen mit höherer Bildung.

Ältere: Die Jungen wollen nichts leisten

Apropos Leistung: Die Leistungsbereitschaft der jungen Menschen hat laut Mehrheit der Befragten abgenommen. Zu erkennen sei bei dieser Frage ein deutliches Altersgefälle: Je älter, desto stärker wird der Rückgang zu Leistungsbereitschaft bei jungen Menschen eingeschätzt. (red, derStandard.at, 30.4.2015)

Den vollen IMAS-Report finden Sie hier

  • Sollten laut Mehrheit der Befragten eigentlich am meisten verdienen: Menschen, die in ihrem Job körperliche Schwerstarbeit erledigen.
    foto: heimann / dapd

    Sollten laut Mehrheit der Befragten eigentlich am meisten verdienen: Menschen, die in ihrem Job körperliche Schwerstarbeit erledigen.

Share if you care.