"The Wire"-Autor Simmon ruft zu Gewaltende in Baltimore auf

29. April 2015, 13:50
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Serienerfinder sieht Andenken von Freddie Gray beleidigt und appelliert: "Geht heim, bitte"

Baltimore - Anlässlich der Unruhen in Baltimore schickt der US-Drehbuchautor und Erfinder der Serie "The Wire", David Simon, einen dringenden Appell an die Protestierenden, die Gewalt zu beenden.

foto: hbo

Auf seiner Website "The Audacity of Despair" kommentiert Simon die Geschehnisse: "Ja, es gibt eine Menge, worüber wir diskutieren müssen", schreibt Simon. Aber jetzt müsse die Gewalt aufhören. Was in den Straßen von Baltimore passiere, sei eine Beleidigung des Andenkens von Freddie Gray und eine "Verminderung der absoluten moralischen Lektion, die diesem unnötigen Tod zugrunde liegt".

foto: ap / cheryl gerber

Wer keine Reformen fordern könne, ohne Steine zu werfen, riskiert ihr für alle von uns in Baltimore, diesen Moment zu verlieren, schreibt Simon: "Geht heim, bitte!".

"The Wire" lief zwischen 2002 und 2008 und gilt als beste Serie aller Zeiten. Der 55-Jährige Simon schuf in der fiktiven Darstellung der Geschehnisse in Baltimore ein geradezu dokumentarisch-realistisches Bild der Stadt mit ihren korrupten, rassistischen und schwer verbrecherischen Zellen. (prie, 29.4.2015)

Infos zu den Protesten in Baltimore: Unruhen nach Polizeigewalt.

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