24-Stunden-Match soll Frauenfußball populärer machen

29. April 2015, 11:36
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Geplanter Rekordversuch mit einem Marathonmatch Ende Juni in Hart bei Graz

Graz - Um dem Frauenfußball in Österreich zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen, ist für Ende Juni bei Graz ein 24 Stunden dauerndes Marathonmatch zweier Frauen-Teams geplant. Das vom Frauenfußball-Verein Mexxoo organisierte Spiel ist als offizieller Rekordversuch beim Guinnessbuch der Rekorde angemeldet und soll nebenbei Spendengelder für sogenannte Schmetterlingskinder aufbringen.

Mexxoo-Obmann und Veranstalter Peter Auer zufolge wird das Match bei Gelingen vorerst dennoch nicht im Guinnessbuch der Rekorde auftauchen, da zurzeit bei Dauermatches nicht zwischen Männern und Frauen differenziert wird. Bei den Männern liegt der Weltrekord im Dauerfußballspielen bei 72 Stunden. Eine Änderung der Regeln sei geplant, der steirische Rekord würde jedoch offiziell registriert und nach Regeländerung automatisch eingetragen.

Weitere Teilnehmerinnen gesucht

Für das Match werden insgesamt 110 österreichische Spielerinnen und vier Schiedsrichterinnen benötigt. Jede Spielerin muss somit in den 24 Stunden mit ungefähr fünf Stunden Einsatz rechnen.

Rund 70 bis 80 Prozent der benötigten Spielerinnen haben laut Auer ihre Teilnahme bereits fix zugesagt. Darunter sind etliche Nationalteamspielerinnen sowie Bundesliga-Sportlerinnen. Auch einige im Ausland verpflichtete sind dabei, wie die derzeit im Dress von Bayern München spielende Carina Wenninger, die Schweiz-Legionärin Elisabeth Tieber und die extra aus den USA anreisende Simona Koren.

Die Veranstalter suchen derzeit via Mexxoo-Homepage noch nach weiteren Teilnehmerinnen, darunter auch Trainerinnen und Betreuerinnen. Aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit werden ausschließlich Frauen gesucht. Insgesamt soll sich die Veranstaltung rund um das 24-Stunden-Match über einen Zeitraum von drei Tagen hinziehen.

Unterstützung für "Schmetterlingskinder"

Den Ankick am 26. Juni um 19.00 Uhr im Sportzentrum Pachern in Hart bei Graz soll Sportministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) vornehmen. Im Anschluss an das Matchende ist noch bis in die Morgenstunden des Sonntag Party angesagt. Rund um das Match sind zahlreiche Event-Attraktionen geplant, um den Fans während der 24 Stunden ein zusätzliches Programm zu bieten.

Der Reinerlös der gesamten Veranstaltung soll der Organisation Debra gespendet werden. Diese unterstützt sogenannte Schmetterlingskinder. Das sind Menschen, die an der seltenen und bisher unheilbaren Hautkrankheit Epidermolysis bullosa leiden. Derzeit gibt es - weil vergleichsweise selten und für die Pharma-Industrie daher nicht einträglich genug - zu wenig Geld für die Forschung. (APA, 29.4.2015)

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