Sperrung sozialer Netzwerke angesichts von Protesten in Burundi

29. April 2015, 11:00
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Opposition gegen neue Kandidatur von Staatschef Nkurunziza

Offenbar als Reaktion auf die gewaltsamen Oppositionsproteste der vergangenen Tage haben die Behörden im ostafrikanischen Burundi am Mittwoch mehrere soziale Onlinenetzwerke gesperrt. Ein Mitarbeiter der Telefongesellschaft sagte, dass auf Anweisung der Telekommunikationsbehörde unter anderem der Zugang zu Twitter, Facebook und WhatsApp blockiert worden sei. Offizielle Angaben zu dem Schritt lagen nicht vor.

Gegen Kandidatur von Nkurunziza

Die Opposition in Burundi stemmt sich gegen eine neuerliche Kandidatur von Staatschef Pierre Nkurunziza für das Präsidentenamt. Sie organisiert ihren Protest vornehmlich über soziale Netzwerke. Seit dem Beginn der Unruhen am Sonntag wurden mindestens fünf Menschen getötet.

Die Präsidentenpartei CNDD-FDD hatte am Samstag Nkurunziza als ihren Kandidaten für die Präsidentenwahl am 26. Juni bestimmt. Die Verfassung erlaubt nur zwei Amtszeiten. Die Opposition betrachtet daher die Kandidatur des Staatschefs für ein drittes Mandat als illegal. (APA/AFP, 29.4.2015)

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