Eurozone: Kreditvergabe zieht im März etwas an

29. April 2015, 10:24
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Banken haben im März, nachdem die EZB mit ihren Anleihenkäufen startete, um 0,1 Prozent mehr Kredite vergeben als im Februar

Frankfurt – Die Kreditvergabe der Banken in der Euro-Zone hat im März leicht zugelegt. Die Finanzhäuser vergaben im Berichtsmonat insgesamt 0,1 Prozent mehr Darlehen an Unternehmen und private Haushalte als im Vorjahresmonat, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einer Stagnation gerechnet. Die EZB hatte im Herbst ihr Wertpapier-Kaufprogramm gestartet, mit dem der Kreditfluss angeschoben werden soll. Am 9. März begann sie zudem mit einem großangelegten Ankauf von Staatsanleihen. Damit soll bis September 2016 über eine Billion Euro in das Bankensystem gepumpt werden. In den ersten sieben Wochen erwarben die Währungshüter bereits für insgesamt 85 Milliarden Euro öffentliche Schuldtitel.

Das Wachstum der für das Euro-Währungsgebiet wichtigen Geldmenge M3 lag im März bei 4,6 Prozent. Experten hatten mit einem Plus von 4,3 Prozent gerechnet. Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt (Januar bis März) nahm M3 um 4,1 Prozent zu. Die Geldmenge M3 umfasst unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit. Eine stark wachsende Geldmenge gilt als Anzeichen für eine potenzielle Inflationsgefahr. Die Verbraucherpreise waren zuletzt jedoch rückläufig im Währungsraum: Im März verbilligten sich Waren und Dienstleistungen um 0,1 Prozent. (Reuters, 29.4.2015)

  • In der Eurozone werden wieder etwas mehr Kredite vergeben.
    foto: apa

    In der Eurozone werden wieder etwas mehr Kredite vergeben.

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