Die Geschichte vom Feuerdieb

Rezension7. Mai 2015, 08:42
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"Der Feuerdieb" ist ein Kinderbuch aus Mexiko und greift alte Mythen auf. Ein Südopossum ist auch dabei

Eine ungewöhnliche Geschichte braucht ein ungewöhnliches Tier. In diesem Fall das Südopossum. Wer es nicht kennt: Es ist zwischen 25 und 45 Zentimetern groß, nachtaktiv und sehr geschickt mit seinen Pfoten. Es gehört zu den ältesten Landsäugetieren und bietet eine Besonderheit: Kommt ein Feind, kann es quasi in Ohnmacht fallen, in der Hoffnung, für tot gehalten zu werden. Sein mexikanischer Name lautet Tlacuache. "Der Feuerdieb" ist ein Kinderbuch aus Mexiko von Ana Paula Ojeda und Juan Palomino. Der Baobab-Verlag hat diesen Geschichtenschatz hergebracht – und bietet nun ein zweisprachiges (Spanisch/Deutsch) Buch für Kinder ab fünf an, das alte Mythen aufgreift.

"Das Feuer fiel vom Himmel auf den Gipfel des Berges. Es war der Tlacuache, der es von dort in die Welt trug", beginnt die wunderbare Geschichte. Das Südopussum war aber nicht nur ein Meisterdieb, der das Feuer brachte: Es liebte angeblich unter anderem Feste und Mezcal, denn: "Wer feierte, war den Göttern nah, und der Tlacuache stand ihnen besonders nahe." Eines ist klar: Wer Mythologie schätzt, wird hiermit viel Freude haben. (Peter Mayr, 7.5.2015)

  • Ana Paula Ojeda, Juan PalominoDer FeuerdiebBaobab-Verlag 201532 Seiten, 16,40 Euro
    foto: baobab-verlag

    Ana Paula Ojeda, Juan Palomino
    Der Feuerdieb

    Baobab-Verlag 2015
    32 Seiten, 16,40 Euro

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