Hypo Tirol 2014 wegen Heta mit 25,8 Millionen im Minus

28. April 2015, 13:53
posten

38,7 Millionen Euro der Rückstellungen gehen auf Kosten des Heta-Moratoriums

Innsbruck - Wie bei den anderen Landeshypos haben die Belastungen durch den Zahlungsstopp der Heta (Nachfolgebank der Hypo Alpe Adria; Anm.) auch in der Bilanz der Hypo Tirol Bank 2014 Spuren hinterlassen. Wie aus den am Dienstag auf der Homepage der Bank veröffentlichten Zahlen hervorgeht, kommt die Hypo Tirol nach Abzug der Steuern auf ein Minus von 25,8 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern weist einen Abgang von 18,5 Mio. aus, 2013 lag es noch bei einem Plus von 18 Mio. Euro. Insgesamt wurden in der Bilanz für 2014 Rückstellungen in Höhe von 53,7 Mio. Euro gebildet (2013: 27,9 Mio. Euro). Für das bestehende Risiko, dass die Pfandbriefstelle der Verpflichtung zur Bedienung der betroffenen Schuldtitel nicht zu Gänze nachkommen kann und die Hypo Tirol, die übrigen Landes-Hypothekenbanken und die jeweiligen Gewährträger von den Gläubigern der Pfandbriefstelle im Wege der gesetzlichen Solidarhaftung in Anspruch genommen werden, wurden Vorsorgen in Höhe von 38,7 Mio. Euro gebildet, wie es im Jahresfinanzbericht heißt.

Wären die Heta-Abschreibungen nicht notwendig geworden, wäre das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) der Hypo mit 23,5 Mio. Euro "sehr erfreulich" ausgefallen. Nach Berücksichtigung der Rückstellungen für den drohenden Verlust ist das EGT jedoch mit 15,2 Mio. Euro im Minus.

Das Kernkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 448,7 nach 429,9 Mio. Euro im Vorjahr. Die Kernkapitalquote konnte laut Finanzbericht nach 10,3 im Jahr 2013 auf 10,8 Prozent gesteigert werden. Die Bilanzsumme hingegen liegt mit 8,3 Mrd. Euro um rund 7,3 Prozent unter der Bilanzsumme im Jahr zuvor (2013: 8,9 Mrd.) Der Mitarbeiterstand lag mit 31. Dezember 2014 bei 566 (2013: 582 Mitarbeiter).

Laut Hypo-Spitze sind derzeit Franken-Anleihen in der Größenordnung von 300 Mio. Euro offen. "Der Anteil an Yen- bzw. Dollar-Anleihen ist verschwinden klein", sagte Hypo-Vorstand Hans-Peter Hörtnagl der "Tiroler Tageszeitung" (Dienstagsausgabe). Seit Anfang des Jahres sei das Anleihenportfolio in Schweizer Franken von 500 auf 300 Mio. gesunken. Die Liste Fritz hatte zuvor Aufklärung darüber gefordert, wie hoch das Risiko der Milliardengeschäfte mit Fremdwährungsanleihen bei der Hypo tatsächlich sei. Die Oppositionspartei hatte zudem eine schriftliche Anfrage im Landtag diesbezüglich angekündigt. (APA, 28.4.2015)

Share if you care.