Mais erweist sich als profitabel

27. April 2015, 17:40
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Die Nutzung des gelben Korns nimmt im Energiesektor und in der Industrie zu

Wien - Die Bedeutung von Mais nimmt immer mehr zu, belegt eine Untersuchung über den Maisanbau in Österreich: sowohl als Nahrungsmittel als auch als Tierfutter, jedoch auch als Rohstoff in Industrie und Wirtschaft - in der Papierindustrie, als Grundlage für Stärke und natürlich zur Energiegewinnung.

Trotzdem wird der Anbau der Pflanze nicht ausgeweitet, erklären die Landesräte Max Hiegelsberger (ÖVP, OÖ) und Andreas Liegenfeld (ÖVP, Burgenland). Liegenfeld betont, dass im Burgenland Biogasanlagen mit einem hohen Maisanteil keine Förderungen mehr bekommen. Es seien unter anderem die Fruchtfolgen nicht korrekt eingehalten worden und Pachtpreise angestiegen.

In der Studie im Auftrag des Ökosozialen Forums werden Kritikpunkte widerlegt, die zum Mais oft hochpoppen: Wasserverbrauch, Bodenerosion und Anfälligkeit gegenüber Schädlingen. Doch sei Mais sehr ertragreich und könne mit geringerem Flächen-, Arbeits- und Betriebsmittelaufwand gleich viel oder mehr Menge liefern wie Weizen oder Raps. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei die Pflanze attraktiv, so der Wifo-Ökonom Franz Sinabell. Die Anbaufläche in Österreich beträgt rund 300.000 Hektar. Ohne Mais wäre der Output der österreichischen Volkswirtschaft um 923 Mio. Euro niedriger, die Wertschöpfung um 411 Mio. Euro geringer, und es würde 15.000 Beschäftigte weniger geben. (ruz, DER STANDARD, 28.4.2015)

  • Der Mais wird sowohl im Bereich Nahrungsmittel als auch in der Industrie zu einem immer wichtigeren Rohstoff.
    foto: reuters/john sommers ii

    Der Mais wird sowohl im Bereich Nahrungsmittel als auch in der Industrie zu einem immer wichtigeren Rohstoff.

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